Symbolbild (Foto: Fotolia.com)

Hagen. (ots) Über 500 Personen und fast so viele Autos kontrolliert, Verkehrsverstöße geahndet, Haftbefehle vollstreckt – Am Mittwoch (17. August) beteiligte sich die Hagener Polizei an den landesweiten „integrativen Kontrollwochen“. Ziel des Einsatzes war die intensive Bekämpfung der Eigentumskriminalität, der Straßenkriminalität sowie die Bekämpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit und Alkohol.

„Fahndungsdruck erhöhen“

Zudem sollte durch die polizeilichen Maßnahmen mit verstärkten Kräften des Verkehrsdienstes, der Kriminalpolizei und des Wachdienstes die sichtbare polizeiliche Präsenz in bestimmten Hagener Bereichen gesteigert werden. Dabei galt es auch den Fahndungs- und Kontrolldruck zu erhöhen und wichtige Erkenntnisse zu Einsatz- und Kriminalitätsschwerpunkten sowie zu potenziellen Straftätern zu erlangen. Die Hagener Polizeibeamtinnen und – beamten wurden durch Kräfte der Einsatzhundertschaft der Polizei Gelsenkirchen unterstützt. Zusammen führten sie insbesondere Personen- und Fahrzeugkontrollen durch. Als Kontrollstellen wurden dabei, neben Kriminalitätsschwerpunkten, potenzielle An- und Abreisewege von Straftätern gewählt.

Bahnhofsbereich: Rauschgiftdelikte

Im Presseportal zieht das Hagener Polizeipräsidium Bilanz der Großaktion: „Bei den Kontrollen im Zeitraum zwischen 10 bis 18 Uhr, bei denen rund 120 Beamtinnen und Beamte eingesetzt waren, wurden insgesamt 512 Personen und 486 Fahrzeuge kontrolliert. Es wurden fünf Strafanzeigen geschrieben, davon drei im Bereich des Hauptbahnhofes wegen Betäubungsmitteldelikten.

Tagesrekord: Über 40 km/h zu schnell

Darüber hinaus wurden eine Strafanzeige und acht Ordnungswidrigkeiten wegen Verkehrsverstößen gefertigt, sowie 54 Verwarnungsgelder erhoben. Ein 21-jähriger Hagener konnte auf der Ernst-Eversbusch-Straße wegen Fahrens unter Drogeneinfluss festgestellt werden und musste zur Blutprobe mit auf die Polizeiwache. Ihn erwartet ein Strafverfahren. Der traurige Geschwindigkeitsrekord wurde durch einen 40-jährigen Hagener aufgestellt, der mit seinem Pkw mit 91 km/h bei zugelassenen 50 km/h auf der Volmetalstraße unterwegs war. Ebenfalls auf der Volmetalstraße raste ein 27-jähriger Hagener mit seinem Motorrad mit 84 km/h durch die Kontrollstelle.

Sechs Festnahmen

Bei den Kontrollen konnten sechs Personen aufgrund von Haftbefehlen festgenommen werden. Dabei lag gegen einen 35-Jährigen ein Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls vor.

Polizei: „Alles Verdächtige melden!“

Außerdem konnten zahlreiche kriminalpolizeiliche Erkenntnisse gewonnen werden, die in den nächsten Tagen ausgewertet werden. Gleichzeitig warben die Einsatzkräfte für mehr Aufmerksamkeit und Information der Polizei: ,Jede verdächtige Feststellung kann für uns wichtig sein. Informieren Sie umgehend die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt!‘, stellte Einsatzleiter Kriminaloberrat Mader fest.

Mann bewusstlos aufgefunden – Hilfe zu spät

Am Rande des Einsatzgeschehens ereignete sich noch ein trauriger Vorfall. Zivilbeamte der Hagener Kripo bemerkten im Bereich der Einmündung Feithstraße/Flensburgstraße auf dem Gehweg liegend einen bewusstlosen 87-jährigen Mann. Schnell alarmierten sie den Rettungsdienst und überprüften die Vitalfunktionen. Da der Senior nicht mehr atmete, reanimierten ihn die Fahnder bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Zwar gelang es zunächst noch, den 87-Jährigen zu stabilisieren und ins Krankenhaus zu bringen. Dort verstarb er aber leider kurze Zeit später.“

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