Großbrand bei Dura am 15. September 2017 Foto: privat

Plettenberg. Auf etwa 20 Millionen Euro wird der Schaden geschätzt, der durch den Großbrand im Plettenberger Dura-Werk entstanden ist. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Ansonsten kamen Menschen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Mit Spannung wird jetzt vor allem die Entscheidung der Geschäftsührung erwartet, ob die zerstörte Eloxalanlage in Plettenberg wieder aufgebaut wird. Vor dem Hintergrund der aktuell ausgesprochenen Kündigungen für über 150 Mitarbeiter befürchten viele, dass die Dura-Manager sich für einen anderen Standort entscheiden könnten.

Gesundheitsamt warnt vor Verzehr von Obst und Gemüse

Der Fachdienst Gesundheitsschutz und Umweltmedizin des Märkischen Kreises bittet die Anwohner im Nahbereich um die Brandstelle bei Dura in Plettenberg, vorerst auf den Verzehr von Obst und Gemüse aus der eigenen Freilandhaltung zu verzichten. Es gebe zwar bisher keinerlei Anhaltspunkte für eine Gesundheitsgefährdung, stellt der Kreis klar, dennoch sollte vorsorglich auf den Verzehr verzichtet werden, bis die Ergebnisse der vor Ort genommenen Proben vorliegen.

Die Arbeit bei Dura geht unterdessen weiter. „Wir tun alles dafür, um lieferfähig zu bleiben“, sagte Betriebsratsvorsitzender Faruk Ikinci am Montagmittag (18. September) vor der Fernsehkamera des WDR. Dura verfügt in Plettenberg noch über eine weitere, aber ältere, Eloxalanlage.

DRK unterstützt die Feuerwehr

Foto: DRK Plettenberg

Bei dem Großbrand waren am Freitag und Samstag (14./15. September) neben über 200 Feuerwehrleuten aus der gesamten Region auch Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Der DRK-Ortsverein Plettenberg wurde zur Unterstützung der Feuerwehr angefordert. Mit zehn Helfern wurde die Verpflegung der Einsatzkräfte organisiert. Eine Gruppe baute die Verpflegungsausgabe und Schnellbauzelt der Löschgruppe Holthausen auf dem Parkplatz vor der Firma Dura auf. Die zweite Gruppe verblieb auf der Ratschelle im DRK-Heim und stellte die Versorgung mit Heißgetränken sowie mit Bock- und Bratwürstchen, Brötchen und Fleischwurst sicher. Diese Gruppe wurde von drei weiteren freiwilligen Helfern, Bewohner der Ratschelle, unterstützt. Auch der Krankentransportwagen des DRK war im Einsatz. Zur weiteren Unterstützung kamen Helfer des DRL Herscheid hinzu.

Bauckhage: Dank an Einsatzkräfte und Bevölkerung

Die Plettenberger Feuerwehrleitung bedankt sich bei allen Einsatzkräften und der Bevölkerung. Der Leiter der Feuerwehr, Markus Bauckhage, schreibt:

„Es war ein sehr personalintensiver, zeitaufwändiger und kräftezehrender Einsatz den zahlreiche Feuerwehren und behördliche Mitarbeiter aus Plettenberg, dem gesamten Märkischen Kreis und dem benachbarten Attendorn beim Großfeuer der Firma Dura, egal ob ehren- oder hauptamtlich hinter sich gebracht haben. Wieder einmal mehr hat sich gezeigt, wie gut interkommunale Zusammenarbeit funktionieren kann. Dieser zum Teil auch gefährliche Einsatz war eine große Herausforderung für Mannschaft und Gerät. Leider wurden bei diesem Einsatz auch Menschen verletzt, welche sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen mussten. Ein Plettenberger Feuerwehrmann musste zur Beobachtung stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Wir wünschen ihm alle eine möglichst schnelle Genesung.

In der Brandnacht konnte ich persönlich auf Grund eines Kurzurlaubes bei dem Großeinsatz nicht mit dabei sein. Über meine beiden Stellvertreter Markus Hüsken und Frank Hinkelmann sowie durch die Pressestelle wurde ich aber ständig informiert. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen am Einsatz Beteiligten Kräften bedanken.

Mein Dank gilt auch der Bevölkerung, welche via Facebook und Co. unserer Feuerwehr positiven Zuspruch hat zukommen lassen. In einem Fall hat eine Familie aus dem Oestertal einfach einen Blumenstrauß mit einer Dankeskarte vor die Gerätehaustür gestellt, in einem weiteren wurde ein Obstkorb zur Wache gebracht. Das zeigt mir und unserer Feuerwehr, dass wir das Vertrauen unserer Bürger genießen dürfen. Auch hier gilt ein ganz herzliches Dankeschön. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, Sie als Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen zu begeistern. Melden Sie sich bei Interesse jederzeit gerne persönlich bei mir oder den entsprechenden Einheitsführern von Einsatzabteilung, Jugendfeuerwehr und der Musikzüge. Kontaktinformationen hierzu finden Sie auf unserer Homepage.“

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