Landrat Thomas Gemke ist Schirmherr des Gospeldays 2015 in Lüdenscheid (im Hintergrund der Gospelchor "Risecorn").

Lüdenscheid. „We are changing the world“ – ein Lied geht um die Welt und verbreitet eine Botschaft. Auf dem Globus soll es gerechter zugehen. Hunger und Sklaverei müssen verschwinden. Das ist die Botschaft des Gospelday 2015. „We are changing the world“ – um 12 Uhr erklang das von Hans Christian Jochimsen komponierte Lied “We are changing the world” vor Hunderten von Zuhörern auf dem Lüdenscheider Sternplatz und zeitgleich an 250 anderen Orten in der ganzen Welt – gesungen von 10 000 Gospelsängern. Eine beeindruckende Aktion und ein starkes Zeichen gegen Hunger Armut und Sklaverei.

Spenden für ehemalige Kindersklaven

Die Trommlergruppe der Musikschule Cofidato.
Die Trommlergruppe der Musikschule Cofidato.

Organisatoren des mehrstündigen Aktionstages auf der Sternplatz sind der Gospelchor „Risecorn“ und die Evangelische Kirchengemeinde Oberrahmede. Der Gospelday ist Teil der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt” und unterstützt durch die dabei gesammelten Spenden aktiv die Organisation “Brot für die Welt”. Die Spenden, die in Lüdenscheid und in der ganzen Welt an diesem Tag zusammengetragen wurden, sind für ein Kinderheim in Bangladesch bestimmt. In der Hauptstadt Dhaka finden ehemalige Kindersklaven im „Happy Home“ ein Zuhause. Das Heim wird von “Brot für die Welt” aktiv unterstützt und hauptsächlich aus Spenden finanziert.

Aufgestanden für eine gerechtere Welt

„Wir stehen hier, weil wir für eine gerechtere Welt eintreten. Dafür sind wir heute Morgen aufgestanden“, sagte Jutta Beißner vom Gospelchor „Risecorn“. Sie führte als Moderatorin durch den Aktionstag und leitete eine Gesprächsrunde mit Landrat Thomas Gemke, Bürgermeister Dieter Dzewas, Superintendent Klaus Majoress und Andreas Wolf vom Gospelchor „Risecorn“.

Malen live im Künstlerzelt von Tach!
Malen live im Künstlerzelt von Tach!

„Die Welt verändert sich schnell“, sagte Landrat Thomas Gemke. Noch vor einem Jahr habe sich niemand ausmalen können, welche Flüchtlingsströme nur wenig später aufbrechen würden. Das Problem des Hungers, zeigte er sich wenig zuversichtlich, werde wohl auch in 30 Jahren noch eine große Rolle spielen.

Bürgermeister Dieter Dzewas, auch mit dem grünen Schal der Gospelbewegung bekleidet, sprach für Rat und Verwaltung der Stadt Lüdenscheid. „Wir freuen uns über den bunten und lebedingen Tag auf dem Sternplatz“, sagte er. Es sei schön zu beobachten, wie die Gospelbewegung, „im Zeichen der Spiritualität und aus Freude am Gesang“, in Lüdenscheid erstarke.

Informieren über fair gehandelte Produkte

Dzewas regte an, sich stärker mit Produkten zu beschäftigen, „die wir alle gern für wenig Geld kaufen.“ In vielen dieser Produkten stecke viel Sklaverei. Diesen Aspekt griff auch WDR-Moderator Uwe Schulz auf.

"Sister Act" - eine Einlage der Klasse 9c des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.
„Sister Act“ – eine Einlage der Klasse 9c des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Er bat die Besucher des „Gospelday 2015“ um Spenden für das „Happy Home“ in Bangladesch und forderte das Publikum auf, sich über fair gehandelte Produkte aus der sogenannten Dritten Welt zu informieren. „Das können Sie an den vielen Ständen nachhaltig tun.“

Der Schlüssel zu mehr Gerechtigkeit

Verteilt wurde beim Gospelday auch ein symbolischer Schlüssel zur Beseitigung von Hunger, Armut und Sklaverei. Aufgedruckt waren drei Regeln:

Der Schlüssel zu mehr Gerechtigkeit wurde beim Gospelday verteilt.
Der Schlüssel zu mehr Gerechtigkeit wurde beim Gospelday verteilt.
    1. Sklaverei kommt Dir nicht in die Tüte: Kauf‘ fair gehandelte Waren.
    2. Unterstütze ein Projekt, das Menschen frei macht, zum Beispiel „Brot für die Welt“.
    3. Dein Geld arbeitet. aber wofür? Investiere Dein Geld ethisch.

Wer helfen will, kann sein Geld auch in Kunst anlegen. Im TACH-Künstlerzelt haben Lüdenscheider Künstlerinnen und Künstkler vor Publikum Werke geschaffen und im Vorfeld des Gospelday Bilder und Skulpturen gespendet. Sie werden am 27. September ab 10 Uhr beim einem Brunch im Stock versteigert. Der Erlös kommt dem Gospelday-Spendenprojekt zugute ((Kinderheim Happy Home in Bangladesch).

 

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