Lüdenscheid. Ein ökumenisches Zeichen für aktive Flüchtlingshilfe wurde am Sonntag in St. Joseph und Medardus gesetzt. Der Gospelchor Risecorn aus der Oberrahmede gab ein Benefizkonzert vor restlos vollem Haus. Damit unterstützen die Sängerinnen und Sänger aus der ev. Kirchengemeinde die Inititiative der kath. Kirchengemeinde, vier Flüchtlingsfamilien aus dem Irak in der Bergstadt aufzunehmen. „Wir warten auf ihre Ankunft“, so Pfarrer Johannes Broxtermann zur Begrüßung der vielen Konzertgäste.

Der Geistliche nahm es mit einem Schmunzeln, als die Risecorn-Aktiven verrieten, dass sie sich zum Benefizkonzert eigentlich selbst eingeladen hätten: „Wir wollen dieses Engagement einfach unterstützen.“ Die Sängerinnen und Sänger taten es mit Hingabe: schwungvoll mit viel Rhythmus und einfühlsam mit innigem Vortrag. Schon nach wenigen Takten erlebten Chorleiter Helmut Jost, sein Chor und das Publikum die intensive Gospelatmosphäre; mitmachen und mitsingen inklusive. Stehenden Applaus gab es zum Schluss. Zudem einen gesungenen, ökumenischen Abschiedssegen: spontan vorgetragen von Pfarrer Johannes Broxterman und seiner evangelischen Kollegin Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg.

Wie wichtig gelebte Flüchtlingshilfe vor Ort ist, verdeutlichten Pfarrer Broxtermann und Chorleiter Helmut Jost. Zu keiner Zeit habe es so viele Kriege gegeben, sagte Jost. 50 Mio. Menschen seien weltweit auf der Flucht, so Broxtermann. Die Kollekte des Abends soll den Flüchtlingen helfen, die in Lüdenscheid aufgenommen werden.

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