Thomas Meermann (Sparkasse) und Peter Bökenkötter (MVG) werben für das einfache Bezahlen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Zahlen im Vorübergehen, bargeldlos und kontaktlos: Das funktioniert seit Mitte Februar auch in Bussen der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG). Immer mehr MVG-Kunden benutzen die einfache und schnelle Zahlungsweise. Bisher wurden bereits 1500 elektronische Zahlungsvorgänge registriert. „Das ist weitaus mehr, als wir für die Startphase erwartet hatten“, sagt MVG-Bereichsleiter Peter Bökenkötter.

Wie geht’s ?

Nutzen kann den Service jeder, der eine Sparkassenkarte mit einem „girogo“-Symbol hat. Wie geht’s? Der Kunde ordert beim Busfahrer das gewünschte Ticket. Dann hält er die Karte gegen die entsprechende Stelle am Ticketdrucker. Über die sogenannte Nahfeld-Kommunikation, die Daten kabellos über kurze Entfernungen austauschen kann, wird in Sekundenschnelle der Fahrpreis abgebucht. Das alles funktioniert ohne Kartenstecken, PIN oder Unterschrift.

An der Kontaktstelle im Bus wird der Ticketpreis abgebucht. Foto: Wolfgang Teipel

Für den Kunden entfällt das lästige Kramen nach Kleingeld. Für die MVG verringert sich der aufwändige Umgang mit Münzgeld.  „Der ist teuer“, sagt Peter Bökenkötter. Rund 30.000 Euro, überwiegend in Münzgeld, sammeln die Busse im Netz der MVG jeden Tag ein. Eine logistische Herausforderung. Ziel ist es, diese Menge an Kleingeld zu reduzieren oder, noch ein Wunschtraum, in absehbarer Zeit zu ersetzen. Zurzeit bereitet sich die MGV auf die Einführung weiterer bargeldloser Zahlmöglichkeiten vor. „Das E-Ticket und das Bezahlen mit dem Handy kommen mit dem nächsten Tarifwechsel, kündigt der Bereichsleiter an.

Die App zeigt weitere „girogo“-Akzeptanzstellen. Foto: Wolfgang Teipel

„girogo“ wurde in Zusammenarbeit mit den Sparkassen im Märkischen Kreis für das Geschäftsgebiet der MVG, entwickelt. Thomas Meermann, Marketingleiter der Sparkasse Lüdenscheid, glaubt, dass das bargeldlose Bezahlen weiter durchsetzen wird. Der Sparkassenmann tippt auf sein Smartphone. Hier hat er die „girogo“-App gespeichert. Sie zeigt ihm andere „girogo“-Akzeptanzstellen in der Umgebung. Es sind schon jede Menge . . .

Zugriff nur auf den hinterlegten Betrag

Nach Angaben der Sparkasse ist das System „absolut sicher“. Zwar wird zum Bezahlen weder eine PIN- noch TAN-Nummer benötigt, aber einen direkten Zugriff auf das Konto des Karteninhabers gibt es nicht. Beim Bezahlvorgang greift das System immer auf der Sparkassenkarte hinterlegten „girogo“-Betrag zu. Außerdem können nur Einkäufe bis zu 25 Euro über „girogo“ abgewickelt werden.

 

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