Die Band "Ampersand" eröffnete die Bar Lönneberga nach der Renovierung mit einem sehr charmanten und musikalisch anspruchsvollen Konzert. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Die Neueröffnung der Bar nach der „Lönneberga-Renovierungsaktion 10.0“ startete Weiberfastnacht mit einem Konzert von „Ampersand“. „Ampersand“, das sind die beiden stimmgewaltigen Frontsänger Björn Bergs und Julia Späinghaus sowie Benjamin Schlanzke (Gitarre und Backing Vocals), Max Jalaly (Kontrabass) und Stefan Wecker (Schlagzeug). An die Renovierung erinnerte der große Container vor der Bar und der strenge Geruch im Inneren, der bewies, dass der letzte Hammerschlag in die neu gestrichenen Wände nur ca. zwei Stunden früher erfolgt sein dürfte.

Erfahrene Profis

Julia Späinghaus und Björn Begrs. Zwei großartige Stimmen.
Julia Späinghaus und Björn Bergs. Zwei schöne Stimmen.

Was „Ampersand“ dann vor dem zahlreichen Publikum lieferte war alles andere als renovierungsbedürftig. Die Band besteht aus erfahrenen Profis, die teilweise schon jahrzehntelang Musik machen.

Und das sah und hörte man ihnen an. „Ampersand“ spielte Jazz-Klassiker aus dem Great American Songbook, Charthits der vergangenen Jahrzehnte und Chartbreaker von heute in ganz eigener, unverwechselbarer Weise und lieferte auch mal ganz spontan eine gekonnte HipHop-Einlage.

Ansteckende Freude

An diesem Abend wurde viel gelacht.
An diesem Abend wurde viel gelacht.

Dass hier gute Musiker auf der Bühne stehen, das wusste man vorher und diese Erwartung wurde voll erfüllt. Was „Ampersand“ aber wirklich von anderen Bands unterscheidet, ist nicht nur ihr absolut breites musikalisches Spektrum, sondern die Freude, mit der die Musiker auf der Bühne stehen.

Diese Freude ist ansteckend, mitreißend und irgendwie umwerfend. Die zwei Sänger Julia und Björn lieferten sich witzige Wortgefechte, diskutierten vor ihrem amüsierten Publikum über Sinn und Unsinn ihrer Texte und waren sich auch durchaus mal nicht einig darüber, ob das jetzt gerade tatsächlich HipHop ist oder ganz was anderes. Sie wechselten sich gesanglich ab, waren mal solo, mal im Duett unterwegs. Die Chemie zwischen den beiden stimmte dabei immer.

Drinnen gewohnt gemütlich

Max Jalaly und sein Kontrabass - zwei Freunde haben sich gefunden.
Max Jalaly und sein Kontrabass – zwei Freunde haben sich gefunden.

Unterstützt wurden sie von manch schönem, samtigen Lauf auf dem Kontrabass, den so nur Max Jalaly auf seinem „Möbel“ bringen kann und von einem „Brett“ an Schlagzeug und Gitarre, das sich anhörte, als hätten die beiden Musiker ihr Leben lang nichts anderes gemacht, als in verräucherten New Yorker Kneipen, mit Dean Martin und Frank Sinatra die Nächte durchzujammen.

Das Publikum hatte Spaß und bekam an diesem Abend ordentlich was auf die Ohren. Die Bar Lönneberga glänzte mit den Musikern um die Wette, der weißgekachelte Tresen (die Haken für die Taschen fehlen noch!!) konkurrierte dabei sehr hart mit der neuen Bühnenecke, die ihr Podest eingebüßt hat und dafür jetzt im edlen Laminat erstrahlt. Trotz der stürmischen Nacht draußen, war´s drinnen gewohnt gemütlich und es wurden ab 22 Uhr sogar ein paar „Jecken“ zwischen den vielen Jazz-Freunden gesichtet.

Ehre wem Ehre gebührt

New York lässt grüßen.
New York lässt grüßen. Benjamin Schlanzke (Gitarre und Backing Vocals) und Stefan Wecker (Schlagzeug) waren mit Abstand die coolsten an diesem Abend.

„Ampersand“ ist eine Band, die sehr neu ist und ein großes Potenzial in sich trägt. Wenn die fünf so weiter machen, dürfte man mit ihnen eine einzigartige Jazz-/Pop-Formation in Lüdenscheid haben, die man in dieser Art noch nicht gesehen hat. Ihrem Ruf, musikalische „Tausendsassas“ zu sein, machten sie jedenfalls alle Ehre.

Ebenso wie die Bar Lönneberga sich Ehre machte mit einer ihrer mittlerweile legendären Renovierungsaktionen, die diesmal sogar richtig und ganz echt sichtbar ist. Ein schöner Einstieg in eine neue Lönne-Saison, die wie gewohnt mit einem abwechslungsreichen Programm aus Singer-/Songwriter, Elektro-Dance-Music und dem einen oder anderen Jazz-/Pop-Konzert weitergeht.

 

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