Die heimischen Unternehmen brauchen Planungssicherheit für die Zukunft. Foto: Derian/Märkischer Kreis

(pmk) Die REGIONALE 2013 ist ein Erfolgsmodell. Es flossen 160 Millionen Euro Fördermittel in die Region, sie lösten Privatinvestitionen in Höhe von 270 Millionen Euro aus. Diese Zahlen nannte Hubertus Winterberg von der Südwestfalen-Agentur in Olpe in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr des Märkischen Kreises. „Es ist noch nicht alles fertig, und es wird auch nicht alles fertig in diesem Jahr“, so Winterberg. Fest stehe aber, dass der REGIONALE-Staffelstab im Herbst an die nächste REGIONALE im Münsterland weitergegeben werde.

Auslöser für seinen Vortrag im Ausschuss war die Beschlussfassung zur notwendigen Änderung des Gesellschaftervertrages der Südwestfalen-Agentur im Zuge der Beendigung der REGIONALE 2013. Die Entscheidung darüber verschob der Ausschuss in den Kreisausschuss und den Kreistag. „Die Wahrnehmung der Region Südwestfalen ist, insbesondere bei der Landesregierung in Düsseldorf, erreicht. Aber die Kommunikation steht noch am Anfang – nach innen und bei den dringend benötigten potentiellen Fachkräften“, erklärte Thomas Frye von der IHK Arnsberg, zugleich Geschäftsführer des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen e.V.“ Deshalb stehe das Regional-Marketing jetzt ganz oben auf der Agenda.

Dies soll die gestartete Kampagne „Südwestfalen – alles echt“ erreichen. Dem Verein gehören inzwischen 142 Unternehmen aus der Region an. Der Märkische Kreis will die Südwestfalen-Agentur künftig, wie jeder der fünf südwestfälischen Kreise, mit jährlich 120.000 Euro unterstützen. Hinzu kämen noch 30.000 Euro Hausbudget, wie Kreisdirektorin und REGIONALE-Beauftragte Barbara Dienstel-Kümper im Ausschuss erklärte.

Im Märkischen Kreis gibt es aktuell 123,7 Hektar freie Gewerbe- und Industriefläche mit ausgestattetem Planungsrecht, auf denen sich Unternehmen ansiedeln können. Das sagte Jochen Schröder, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung Märkischer Kreis mbH (GWS), den Kreispolitikern. 2.500 Unternehmen gehörten zum Verarbeitenden Gewerbe, fast 50 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seien in der Industrie tätig. „Wir brauchen weitere Gewerbeflächen, dazu ist ein Gewerbe- und Industrieflächenkon-zept erforderlich“, so Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper. Die regionale Abstimmung sei bei der Gewerbeflächenentwicklung unumgänglich.

Im Märkischen Kreis gebe es bislang keine vollständige Übersicht über sämtliche Gewerbe- und Industrieflächen bzw. Brachflächen, so die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage. Nur bei nachgewiesenem Fehlbedarf bestehe künftig die Möglichkeit, zusätzliche Gelände auszuweisen. Deshalb soll ein Fachbüro mit der Bedarfsermittlung für die nächsten 15 Jahre, die Bestandsauflistung und Bewertung der Flächen sowie der Brachflächen beauftragt werden. Die Kosten dafür schätzt der GWS-Geschäftsführer auf bis zu 120.000 Euro. Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) habe erklärt, sich mit bis zu 40.000 Euro zu beteiligen. Der Ausschuss nahm den Bericht zur Kenntnis.

Ende Mai sollen erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für eine schnelle Bahn-Direktverbindung Hemer-Menden-Dortmund vorliegen, schätzt Kreiskämmerer Fritz Heer. Danach folge noch eine Potentialanalyse. Die Machbarkeitsstudie hat der Zweckverband Ruhr-Lippe in Auftrag gegeben. Der hatte erste Teilergebnisse für Frühjahr angekündigt. Die Verwaltung erfüllte mit dem Kurzbericht eine Bitte der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

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