Lüdenscheid/Märkischer Kreis. (pmk). Die Gesundheitskonferenz des Märkischen Kreises informierte sich in ihrer Sitzung im Lüdenscheider Kreishaus über laufenden Projekte und über das Thema Organspende.

Björn Sip von der BKK Akademie in Rothenburg an der Fulda berichtete von einem bundesweit massiven Einbruch der Organspenden. Seit 2010 ist die Zahl der Transplantationen von 4872 auf 3909 in 2013 zurückgegangen. In Deutschland hoffen aber jedes Jahr rund 12000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. Über 8000 Dialysepatienten warten auf eine neue Niere und müssen oft 5 bis 6 Jahre mit der kräftezehrenden Blutwäsche überbrücken. Für Herz-, Leber-, oder Lungenkranke gibt es eine solche „Überbrückungsbehandlung“ erst gar nicht. Sie haben in der Regel nicht die Zeit, solange zu warten.

Die Gesundheitskonferenz will nun regional verstärkt dafür werben, dass sich mehr Menschen im Märkischen Kreis zur Organspende entschließen. Dafür soll nun ein Konzept entwickelt werden. Da der Wille zur Organspende schriftlich festgehalten werden muss, stellen die Krankenkassen ihren Mitgliedern alle zwei Jahre entsprechende Organspenderausweise zur Verfügung.

Im Projekt „Gesund aufwachsen – gesundheitsbezogene Lebensqualität für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien verbessern“, das die Gesundheitskonferenz gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Märkischen initiiert hat, ist für den 19. November 2014 von 14 bis 17 Uhr eine Netztagung im Lüdenscheider Kreishaus geplant.

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