Die Kinder der Kohlbergschule drücken sich am Bauzaun die Nase platt. Foto: Volker Lübke

Meinerzhagen. Nur gut, dass ein Gitter den Schulhof von der Baustelle trennt. Sonst hätten sich die Kinder entweder die Nasen plattgedrückt oder wären gleich in eines der großen Löcher gefallen. Das neue Spielgelände auf dem Schulhof der Grundschule Am Kohlberg hat schon jetzt große Anziehungskraft, obwohl der Niedrigseilgarten gerade erst im Bau ist.

Klettern nach den Herbstferien

Die Fundamente stehen, so dass die Kinder die Kletter- und Balanciergeräte voraussichtlich direkt nach den Herbstferien in Besitz nehmen können. In der vergangenen Woche hatte die Firma Balke & Bayer mit den Arbeiten begonnen. Die Erdarbeiten sind inzwischen abgeschlossen, d.h. die Pfeiler, zwischen denen Seile, Balancierstangen und allerlei Klettermöglichkeiten montiert werden, stehen. Jetzt muss der Beton erstmal ordentlich durchhärten, erklärten die Mitarbeiter des Bochumer Unternehmens.

Geröll und hartnäckige Felsen

Ganz einfach war das nicht. Der Presslufthammer ratterte unaufhörlich. Kaum waren die Reste der Grasnarbe abgetragen, stießen die Bauarbeiter nach wenigen Zentimetern Mutterboden auf Steine. Geröll und hartnäckiger Felsen mussten weichen, um die hölzernen Pfähle tief genug in den Boden zu bekommen. Mit so hartem Widerstand hatte niemand gerechnet. Susanne Kiehn, die Vorsitzende des Förderkreises der Schule, rechnet deshalb mit Mehrkosten.

Viele Spenden und Geld von der Sparda-Bank

Der Förderkreis hatte das Projekt angeregt und kräftig die Werbetrommel gerührt. Die Kinder waren im vergangenen Jahr zu einem Sponsorenlauf gestartet, bei dem stolze 6000 Euro für das Projekt zusammenkamen. Zahlreiche Unternehmen, Banken, Privatleute und Organisationen wie der Lions- und der Rotary-Club sponserten das Vorhaben mit unterschiedlichen Beträgen und nicht zuletzt Eltern, Lehrerkollegium und OGS-Mitarbeiterinnen legten Geld dazu. Als die Schule dann noch bei der Spendenwahl der Sparda-Bank im Internet mit dem Projekt den zweiten Platz belegte und dafür 5000 Euro erhielt, war die Sache perfekt. Nun gilt es noch eine kleinere vierstellige Summe für die Mehrkosten zusammenzutragen.

„Das kriegen wir hin“

„Das kriegen wir hin“, sind sich Förderkreis-Vorstand, Schulleitung und alle Beteiligten einig. Ein Zurück gibt es ohnehin nicht mehr. Der Niedrigseilgarten an der Kohlbergschule hat ja bereits deutlich Gestalt angenommen. Die vielen Zaungäste aus Grundschule und OGS haben es in dieser Woche verfolgt und sind natürlich sehr gespannt auf den ersten Schultag nach den Herbstferien.

Text: Volker Lübke

 

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