Die Schüler/-innen des GBBK stiegen auch hinauf in die Kuppel des Reichtstagsgebäudes. Foto: privat

Plettenberg. Ein hochkarätiges Besuchsprogramm konnten die beiden Oberstufenklassen des Bildungsganges Ausbildung Erzieher/Allgemeine Hochschulreife des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs Plettenberg wahrnehmen. Die Einladung der heimischen Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser führte die Schüler auf eine sehr informative Fahrt nach Berlin.

Station in Weimar Foto: privat

Ausgangspunkt der Fahrt, die mit den Klassen- und Fachlehrern Ina Rohleder, Holm Diekenbrock und Karsten Meininghaus  stattfand, war u.a. die Funktionsweise des politischen Systems und die historische Entwicklung der Demokratie in Deutschland. Ergänzend hierzu wurden auf dem Hinweg Weimar und aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums auf dem Rückweg Wittenberg besucht.

Doch der Besuch im Bundestag war sicherlich einer der zentralen Aspekte der Fahrt und die Teilnahme an einer Informationsveranstaltung gab den Schülern einen Einblick in die Funktionsweise des Herzstückes der deutschen Demokratie.

Diskussion mit MdB

Im Anschluss an die Debatte des Bundestages stand ein Gespräch mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser auf dem Programm. Eindrucksvoll und verständlich stellte sie in diesem Zusammenhang dar, wie vielfältig und zeitintensiv die Aufgaben im Bundestag und im Wahlkreis häufig sind: „Es ist eine schöne und aufregende Tätigkeit, mit vielen Facetten, aber auch mit viel Verantwortung“, erläuterte die heimische MdB auch mit Hinweis auf mitunter schwierige Entscheidungen, wie die Waffenlieferungen in das Krisengebiet Syrien wegen der dort agierenden Terrormiliz IS und die aktuellen Probleme in Folge der Flüchtlingskrise.

Mit einer vielfältigen Diskussion zu diesen und anderen aktuellen Themen, aber auch zu persönlichen Einschätzungen wurde das gut einstündige Gespräch weitergeführt. „Ich war sehr positiv überrascht, dass Politiker eigentlich gar nicht weit entfernt von uns sind“, äußerte Schülerin Johanna Vollmer aus der PEA3.

Der Besuch des Reichstages beinhaltete auch die Besichtigung der gläsernen Kuppel, die einen schönen Überblick über Regierungsviertel und Bundeshauptstadt ermöglichte.

Der zweite Teil des Programms beinhaltete dann weitere Höhepunkte. Neben  dem Besuch des Museums in der Kulturbrauerei unter dem Thema „Alltag in der DDR“ wurde auch die Zentrale der ehemaligen Staatssicherheit (Stasi) in Augenschein genommen. Beide Punkte boten für Schüler und Lehrer einen intensiven Einblick in die dunkle Zeit der Unterdrückung der Menschen durch das SED-Regime.

Auswirkungen der Reformation

Station in Wittenberg Foto: privat

Mit der anderen dunklen Seite der deutschen Geschichte wurden die angehenden Abiturienten in der Holocaust-Gedenkstätte konfrontiert. Mit dem Besuch des Deutschen Historischen Museums wurden weitere Einblicke in die deutsche Vergangenheit mit dem Schwerpunkt der Reformation gegeben. Diese Eindrücke wurden dann in Wittenberg konkretisiert, so dass die gesellschaftlichen Auswirkungen der Reformation im Hinblick auf sozialstaatliche, bildungspolitische, wirtschaftliche, Gleichberechtigung von Frauen und demokratische Impulse sehr deutlich wurden.

Insgesamt zeigte der Besuch des Bundestages eindrucksvoll, wie positiv sich die Geschichte der deutschen Demokratie nach dem II. Weltkrieg bzw. nach dem Fall der Mauer entwickelt hat.

Fachlehrer Holm Diekenbrock war sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Fahrt: „Schülerinnen und Schüler sind heute vielfach sehr unzufrieden mit den politischen Verantwortlichen im Land. Uns war es wichtig zu zeigen, dass Politiker – egal von welcher Partei – engagierte Menschen sind, die sich für die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort einsetzen und dass die Entwicklung Deutschlands nach 1945 durchaus viel Grund zur Dankbarkeit gibt.“

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