Start Lennetal Plettenberg Geriatrie im Krankenhaus Plettenberg wird eröffnet

Geriatrie im Krankenhaus Plettenberg wird eröffnet

Interessierte Öffentlichkeit ist für Sonntag, 20. November, eingeladen

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Plettenberg. Am nächsten Sonntag, 20. November, wird die Geriatrie im Plettenberger Krankenhaus offiziell eröffnet. Die Altersmedizin erweitert das Leistungsangebot der Inneren Medizin (Station 2).

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und dem zunehmenden Bedarf an daran angepassten Leistungen, hat sich das Plettenberger Krankenhaus bereits im Jahr 2014 für die Etablierung der Integrierten Geriatrie (Altersmedizin) entschieden. Damit wird das Ziel verfolgt, den Patientinnen und Patienten in der Region eine bestmögliche Versorgung vor Ort anzubieten.

Nach umfangreichen Umbauarbeiten ist die Freude nun groß, die medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung der geriatrischen Patienten in bedarfsorientierten altersgerechten Räumlichkeiten durchführen zu können.

Die offizielle Eröffnung der erweiterten Station 2 wird am Sonntag, 20. November, um 2016 in der Kapelle des Krankenhauses (Ernst-Moritz-Arndt Str. 17, 58840 Plettenberg) gefeiert. Hierzu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ab 11 Uhr eingeladen.

Dr. medic Ovidiu Petcu, Chefarzt der Inneren Medizin/Geriatrie, wird das Konzept des Krankenhauses Plettenberg vorstellen. Dr. med. Johannes Wunderlich, Chefarzt der Geriatrie im St. Elisabeth-Krankenhaus in Dortmund und Vorstandsmitglied im Geriatrischen Ver­sor­gungs­ver­bund Westfalen, dem auch das Krankenhaus Plettenberg angehört, wird einen Fest­vor­trag zum Thema Geriatrie halten.

Weitere Fachvorträge

  • 13 Uhr      Der schwerhörige Alterspatient – (k)ein Thema im (Klinik-)Alltag? / Mechthild Decker-Maruska, Pflegefachkraft Geriatrie, Case-Managerin
  • 13.30 Uhr      Die „Karriere“ des alten Menschen in der Chirurgie: Delir, Schenkelhalsbruch, Dekubitus, Darmprobleme / Dr. med. Angelika Zeh, Chefärztin Viszeralchirurgie

Rahmenprogramm

  • Ausstellung des Kalligraphiemeisters Khalid Arroub
  • Live-Musik von der „Plettenberger Rentnerband“
  • „Wie fühl ich mich mit typischen Gebrechen des Alters“ – Altersanzug
  • „Schlecht hören kann ich gut“ – Kostenloser Hörtest – Firma Lohmann
  • „Gleichgewicht halten – schwieriger als gedacht“ – Physiotherapie
  • „Ist mein Gehirn noch fit?“ – Ergo- und Logopädie
  • Vorstellung der Golden Retriever Hündin „Bernice“ – Tiergestützte Therapie

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Um 12 Uhr gibt es Gulaschsuppe und Heringsstipp. Ab 15 Uhr werden Kaffee, Kuchen und Waffeln angeboten.

Integrierte Geriatrie

Foto: Krankenhaus Plettenberg
Foto: Krankenhaus Plettenberg

Im Krankenhaus Plettenberg erfolgt die Behandlung und Betreuung geriatrischer Patienten in Anlehnung an das Versorgungskonzept der „Integrierten Geriatrie“. Hierbei umfasst die „Behandlungseinheit für Altersmedizin“ zehn Bettplätze, angesiedelt in der Abteilung für Innere Medizin. Zudem können bis zu fünf weitere geriatrische Patienten in der Abteilung für Chirurgie altersmedizinisch versorgt werden.

Ziel der Behandlung ist es, „vor Ort“ die Fähigkeit der Patienten zur selbstständigen Lebensführung im eigenen Zuhause zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Stets Berücksichtigung finden angesichts des ganzheitlich orientierten Behandlungsansatzes die persönlichen Bedürfnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie die Lebensgeschichte und die soziale Situation der Patienten.

Individuelle Behandlungsziele

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Chefarzt Dr. med. Ovidiu Petcu und die Leitende Oberärztin Anh Truong führen die Zusatzbezeichnung Geriatrie. Foto: Bernhard Schlütter

Auf Grundlage zahlreicher Untersuchungen zur Feststellung der körperlichen, seelischen und geistigen Befindlichkeit der Patienten (geriatrisches Assessment) werden Behandlungsziele individuell für jeden Patienten festgelegt. Untersuchungen und altersmedizinische Behandlung erfolgen im Rahmen der stationären Aufenthaltes durch ein multiprofessionelles Team – bestehend aus Ärzten, speziell geschulten Pflegefachkräften, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden sowie dem geriatrischen Case Management und dem Sozialen Dienst.

Ein hoher Stellenwert wird in diesem Zusammenhang der frühzeitigen Klärung, Planung, Organisation der Versorgung nach dem Krankhausaufenthalt beigemessen. Dies beinhaltet neben der Angehörigenberatung unter anderem auch die Hilfsmittelversorgung sowie ggf. Beantragung einer Pflegestufe und/oder Unterstützung bei Überleitung in Einrichtungen der stationären/teilstationären Altenhilfe.

Schwerpunkte

  • Abklärung und Behandlung von wiederholten Sturzereignissen und Fallneigung beim älteren multimorbiden Menschen
  • Abklärung und Behandlung von akuten Verwirrtheitszuständen und chronischen Hirnleistungsstörungen (z.B. bei Verdacht auf Demenz)
  • Frührehabilitation nach Schlaganfall und hierauf basierenden Einschränkungen wie z. B. Schluck- und Sprachstörungen und/oder Lähmungen
  • Abklärung und Behandlung weiterer neurologischer Erkrankungen wie Morbus Parkinson
  • Drohende und bestehende Einbuße von alltagsrelevanten Fähigkeiten, verzögerte Rekonvaleszenz (Genesung) nach unfallchirurgischen/ orthopädischen Operationen (z. B. Schenkelhalsfrakturen oder Amputationen) und nach viszeralchirurgischen (bauchchirurgischen) Operationen
  • Mangelernährung

Kooperation und Vernetzung

Das Krankenhaus Plettenberg hat sich für den Bereich der Altersmedizin mit dem Geriatrischen Versorgungsverbund Westfalen verknüpft. Um den Patientinnen und Patienten der Altersmedizin eine bestmögliche Versorgung anzubieten, wird die Kooperation mit anderen Spezialisten als großer Vorteil angesehen. Der Austausch und die Vernetzung mit allen dem Versorgungsverbund angehörenden geriatrischen Anbietern unterstützt diese Zielsetzung.

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