Gudrun Gerhardt, 1. Bevollmächtige der IG Metall im MK, und CDU-MdL Thorsten Schick trafen sich zum Gedankenaustausch.

Iserlohn. Am Mittwochmorgen trafen sich Gudrun Gerhardt, Erste Bevollmächtigte der märkischen IG Metall, und der Iserlohner Landtagsabgeordnete Thorsten Schick (CDU) zum politischen Austausch im Iserlohner Büro der Gewerkschaft. Thematisch wurden unter anderem die Themen Duale Ausbildung, Arbeit und Industrie 4.0, die heimische Infrastruktur sowie die Situation beim Plettenberger Automobilzulieferer DURA abgehandelt.  In Pressemitteilung schreibt die IG Metall dazu: Sowohl Gerhardt als auch Schick hoben die notwendige Zusammenarbeit von Politik und Verbänden hervor, um die heimische Region für die Zukunft zu rüsten.

Mehr Engagement in der Dualen Ausbildung

Thema Berufsausbildung: Gerade der starke Industriestandort Südwestfalen benötige Kontinuität und Engagement im Bereich der Dualen Ausbildung. Sie sei die Voraussetzung für die Herstellung hochwertiger Produkte. „Wichtig ist aber auch, dass den jungen Auszubildenden Perspektiven geboten werden“, so Gerhardt. „Es bringt nichts, die Leute auszubilden und später finden sie keine Übernahmeperspektive. Außerdem muss die Weiterbildung gestärkt werden, damit es auch für diejenigen Aufstiegschancen in den Unternehmen gibt, die sich gegen ein Studium und für die betriebliche Laufbahn entschieden haben.“ Gerade im Märkischen Kreis müsse der große Stellenwert der Dualen Ausbildung stärker betont werden. In vielen Staaten werde das deutsche Ausbildungssystem mit großem Interesse betrachtet. Deshalb müsse die Politik die hohe Bedeutung und Qualität der Ausbildung wieder stärker betonen, so Schick.

Hohe Verantwortung der Politik

Die Bildungseinrichtungen, insbesondere die Berufsschulen, müssten sich zudem auf den verstärkten Bedarf nach Weiterbildungsmöglichkeiten rüsten. Gerade die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt werde die klassische Berufsausbildung nachhaltig verändern. Gerhardt bringt hier eine stärkere Begleitung dieses Wandels durch die Fachhochschule Südwestfalen ins Gespräch. Im Bereich der Infrastrukturpolitik sind sich beide einig, dass die Politik bei den Themen Verkehrswege, Breitband und Digitalisierung im Allgemeinen eine hohe Verantwortung trage.

Gewerkschaften und Politik arbeiten zusammen

„Wer mittelständische Unternehmen und ihre hochqualifizierten Arbeitskräfte im Märkischen Kreis halten möchte, der muss kontinuierlich an der Attraktivität der Region arbeiten. Es ist ein großes Plus der Region, dass hier Gewerkschaften und Unternehmen bei diesem Bemühen eng zusammen arbeiten. Für mich ist es wichtig, beide Seiten in ihrem gemeinsamen Bemühen zu unterstützen“, so das Fazit des CDU-Abgeordneten Thorsten Schick nach dem Meinungsaustausch.

Gudrun Gerhardt bedankte sich zum Abschluss auch bei Thorsten Schick für die Unterstützung der Bemühungen um den Erhalt des Plettenberger DURA-Standorts. „Es ist für uns wie für die Belegschaft wichtig, dass hier auch die Politik über Parteigrenzen hinweg ihre Solidarität erklärt hat und uns bei der Lösungsfindung unterstützt.“

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