Gerd Kraska
Anita Pfeiffer, Sparkassen-Vorstand Markus Hacke und Lieselotte Ernst vor einem der großformatigen Werke von Gerd Kraska. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Sparkasse Lüdenscheid erinnert mit der Ausstellung „In Memoriam“ an den vor fünf Jahren verstorbenen Maler und Grafiker Gerd Kraska. Kraska war bis 2002 als Kunsterzieher (in Menden am Heilig-Geist-Gymnasium und am Altenaer Burggymnasium) tätig. Ab 2002 widmete sich der Wiblingwerder ausschließlich der Malerei.



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



Seine Schwester Lieselotte Ernst und Kraskas Lebensgefährtin Anita Pfeiffer wollen die Erinnerung an den Mann wachhalten, der mit seinen Werken auf die Spuren des Verfalls begeben hat.

Fasziniert von verwitterten Plakatwänden

Das Vergehen war für Kraska zeitlebens nicht unbedingt etwas Negatives, sondern eher etwas Zwangsläufiges. „Verwitterte Plakatwände haben ihn immer besonders fasziniert“, berichtete Lieselotte Ernst bei der Ausstellungseröffnung am Montag. Entstehen und Vergehen – diesen Prozess wollte der Maler sowohl in seinen kleinformatigen Zeichnungen als auch in den großformatigen Acrylbildern festhalten. Die Buntstiftzeichnungen bildeten dabei oftmals Vorlagen für die großen Formate.

Optimistisch besetzte Farben

Sie muten oft an wie Landschaften, in die Kraska dann seine fantasievollen Einfälle setzte. Beispielsweise einen auf den Kopf gestellten Getränkeautomaten. Dabei griff er durchaus zu optimistischen besetzten Farben wie Gelb, Rot oder Blau, um Teile der Wirklichkeit abzubilden und den Verfall zu konservieren.

Gerd Kraska
Gerd Kraska zu Lebzeiten: Der imposante Schnauzbart war sein Markenzeichen.

„Er war ein besessener Arbeiter“, berichtete Lieselotte Ernst. „Auch im Endstadium seiner Krankheit musste ich ihm immer wieder Stifte und Papier bringen.“

Markenzeichen ein imposanter Schnauzbart

Der Mann mit dem imposanten Schnauzbart ging seit Ende der 1970er Jahre, in denen er an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hatte, seinen kreativen Neigungen nach. Später konnten Ausstellungsbesucher in Lüdenscheid, München, Hagen, Hannover, Iserlohn, Hamburg oder auch in Altenas englischer Partnerstadt Blackburn seine Werke kennenlernen.

Die 20 Bilder, die noch bis 19. Mai in der Sparkassen-Hauptstelle am Sauerfeld zu sehen sind, hat Kraskas Schwester Lieselotte Ernst zur Verfügung gestellt. Sie würde sich auch über interessierte Käufer freuen. Eine Mappe mit Informationen liegt am Info-Schalter aus.

Etwaige Erlöse sollen dem Förderverein der Suchtkrankenberatungsstelle e. V. zufließen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here