Blick auf die P-Center-Baustelle Webcamfoto: Stadtmarketing Plettenberg e.V.

Plettenberg. Das P-Center auf dem ehemaligen Mylaeusgelände beschäftigte wieder einmal den Planungs- und Umweltausschuss. Die eigentlich lapidare Genehmigung eines 2,70 Meter breiten Anbaus an den zur Waskebieke gelegenen Bauteil wuchs sich zu einer kontroversen Diskussion aus.

Deren Thema war aber nicht der Anbau, sondern der in der selben Vorlage beschriebene neue Standort für öffentliche Wertstoffcontainer (Glas und Papier). Deren vier oder fünf sollen nämlich nach dem Vorschlag der Verwaltung an der Straße Waskebieke aufgestellt werden. „Da die bisherigen Standorte am alten Rathaus Bahnhofstraße 103 sowie im Bereich der Zufahrt real und des GWU-Wohnprojekts W.-Wagner-Gelände entfallen sind, ist ein Bedarf zweifelsfrei gegeben“, wird dies in der Vorlage begründet.

Auf dem Lageplan zeigen die blauen Kästchen an, wo die öffentlichen Wertstoffcontainer aufgestellt werden sollen. Links am Gebäude (wo die Zahl 47 steht) soll der Anbau für Müllgefäße des dortigen Geschäfts errichtet werden.
Auf dem Lageplan zeigen die blauen Kästchen an, wo die öffentlichen Wertstoffcontainer aufgestellt werden sollen. Links am Gebäude (wo die Zahl 47 steht) soll der Anbau für Müllgefäße des dortigen Geschäfts errichtet werden.

Helmut Teichert (FDP) kritisierte diese Absicht scharf. Die Verkehrssituation an diesem sowieso schon neuralgischen Punkt werde dadurch noch verschärft. Darüber hinaus sei den verbliebenen drei Anwohnern der Waskebieke die Belästigung durch den Lärm, der durch die Anfahrt mit KFZ und das Befüllen der Container selbst nicht zuzumuten. „An die vorgeschriebenen Zeiten hält sich doch sowieso niemand“, unterstellte Teichert. Uwe Meister (CDU) hielt dagegen, dass in vielen Wohngebieten Plettenbergs Wertstoffcontainer ständen und die Anwohner mit eventuellen Störungen leben müssten. Martina Reinhold (SPD) meinte: „Ich kenne viele Familien, die direkt an einem öffentlichen Containerstandort wohnen. Denen kann ich nicht verkaufen, wenn wir hier dagegen entscheiden sollten.“

Eine ganz andere Sorge hatte Karin Carrels in der Einwohnerfragestunde zum Ausdruck gebracht. „Wird gewährleistet, dass der Betreiber des P-Centers den Anbau später nicht in eine Verkaufsfläche umwandelt?“ fragte sie. Stadtplaner Hartmut Engelkemeier hält das aufgrund der Bauweise für ausgeschlossen. Es werde lediglich eine Überbauung, damit die Abfallbehälter nicht im Freien stehen, was ja auch optisch nicht ansprechend sei.

Bei einer Gegenstimme von Helmut Teichert wurde die entsprechende Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans beschlossen.

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