Czech bei Generation Y Vortrag in Lüdenscheid
Matthias Czech hielt am Donnerstagabend einen Vortrag über die Kommunikation mit der Generation Y vor den Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid. Foto: Parnemann

Lüdenscheid. Die Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid waren zu Gast im Wirtshaus „Zum Schwejk“ in Lüdenscheid. Im Rahmen eines Juniorenabends hielt Beiratsmitglied Matthias Czech, gleichzeitig Kreativdirektor in der Agentur „David&Goliath“, einen Vortrag. Unter dem Titel „Gute Unterhaltung!“ stellte Czech vor, wie die Kommunikation mit der „Generation Y“ funktioniert und wie Menschen und Unternehmen die Erkenntnisse nutzen können, um erfolgreicher zu sein.

Czech ist ein „Digital Native“

Matthias Czech ist mit seinen 33 Jahren ein Sogenannter „Digital Native“ und gehört zur „Generation Y“. Das sind Menschen, die im Zeitraum von 1977 und 1994 geboren wurden und mit digitalen Medien zusammen aufgewachsen sind. Ein Leben ohne diese digitalen Begleiter ist für die meisten Anhänger der „Generation Y“ nicht mehr vorstellbar. Sei es das Smartphone oder das Navigationsgerät im Auto. Czech selbst hat vor einiger zeit bei sich selbst festgestellt, dass er im Auto ohne ein Navigationsgerät kaum noch den Weg zu geschäftlichen Terminen findet. Kurz darauf kaufte er sich ein Motorrad, um dem digitalen Zwang zumindest ab und zu etwas zu entkommen.

Was machst du in 45 Minuten?

Dass „Digital Natives“ grundsätzlich etwas anders ticken als ihre Vorgängergenerationen zeigte Matthias Czech anhand von verschiedenen Beispielen auf. In seiner Präsentation zeigte er, wie digitale Medien das Verhalten der „Generation Y“ steuern. Zum Beispiel würden „Digital Natives“ Stress während der während der Arbeit oft nicht mit Ruhe, sondern mit der Berieselung durch Musik ausgleichen. Anhand eines Arbeitsplatz-Beispiels aus seiner eigenen Agentur zeigte er auf, dass die digital- affine Generation kein Problem damit hätte „mehrgleisig“ zu fahren. „Ihr seht hier drei Bildschirme, auf dem einen arbeitet der Mitarbeiter, auf dem linken, werden E-Mail abgerufen und auf dem rechten läuft entweder Musik oder er wird für die sozialen Netzwerke genutzt“, erklärte Czech.

Wie Unternehmen die Generation Y erreichen

„Rund 5000 Werbebotschaften prasseln pro Tag auf uns ein“, erklärte der Werbe- und Kommunikationsprofi den rund 30 anwesenden Zuhörern. „Doch nur 5 Botschaften erreichen uns tatsächlich“, so Czech weiter. Unternehmen müssten sich da schon etwas Besonderes einfallen lassen, um Neukunden zu erreichen. Und das gilt nicht nur für die „Generation Y“. Anhand eines Anzeigenbeispiels erklärte er, dass es nicht darauf ankomme, den geringen Platz einer Anzeige so voll wie möglich zu stopfen, sondern eher durchdacht einzusetzen. Kommunikation findet heute anders statt als noch vor einigen Jahren“, betone der 33-Jährige.

Story, Unterhaltung, Erlebnis

Wichtig in der heutigen Werbung sei es, seine potenziellen Kunden zu unterhalten, um aus der Masse hervorzutreten. Dazu müsse man für seine Kunden das bestmögliche Erlebnis schaffen, um sie von sich zu überzeugen. Wichtig sei dies zum Beispiel für den Einzelhandel, der heute immer mehr im Wettstreit mit dem Internet steht. Alleine mit guter Beratung ist es heute kaum noch möglich, Kaufimpulse zu setzen. Grade wenn der angebotene Artikel im Internet günstiger angeboten wird. Anhand von Praxisbeispielen zeigte Czech wie der Einzelhandel solche Erlebnisse schaffen kann. Positive Ereignisse schaffen eine positive Assoziation mit der jeweiligen Marke. Dieses Prinzip lässt sich auch für das sehr aktuelle Thema „Fachkräfte“ in Südwestfalen adaptieren. Wer auf der Suche nach guten Fachkräften sei, kann bei der „Generation Y“ am besten mit einer Wohlfühlatmosphäre punkten. Wenn die Angestellten (Fachkräfte) sich in einem Unternehmen wohlfühlen, wäre für Arbeitgeber die Chance wesentlich höher zum einen Fachkräfte zu finden und zum anderen Fachkräfte zu halten und zu Höchstleistungen zu motivieren.

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