Gemeindefreizeit mit 247 bunt gemischten Teilnehmern. Friedlich, spontan und sehr kreativ ging es an diesem Wochenende in "Haus Nordhelle" zu. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid/Meinerzhagen. Eine Gemeindefreizeit der evangelischen Kirche Oberrahmede Lüdenscheid fand vom 3. bis 5. März 2017 auf der Nordhelle im „Haus Nordhelle“ statt. Insgesamt 247 Teilnehmer jeden Alters verbrachten drei Tage, um sich besser kennenzulernen, wertvolle Zeit miteinander zu verbringen und Neuorientierung für ihr Gemeindeleben zu suchen. Unter ihnen waren auch viele Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak, von denen einige bereits das Datum ihrer „Abschiebung“ sicher wissen.



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Ein ungewisse Zukunft

Pastorin Monika Deitenbeck-Gosenberg (links) inmitten „ihrer“ Flüchtlinge.

Grund genug, diese rare gemeinsame Zeit noch einmal so gut wie möglich zu nutzen, Freundschaften zu pflegen und vielleicht ein letztes Mal für lange Zeit, Kraft zu tanken.

All dies in Hinblick auf eine ungewisse Zukunft, die einige von ihnen schon in Kürze zu erwarten haben.

Das „große Herz“

Die Freizeit stand ganz unter dem Motto „Vision 2022: Gemeinde unterwegs“.
2022 ist das Jahr in dem das „große Herz“ der Kirche Oberrahmede, Pastorin Monika Deitenbeck-Gosenberg, in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Fünf Jahre, das scheint noch lang, ist jedoch in dieser schnelllebigen Zeit mit ihren großen sozialen Herausforderungen nicht viel. Es ist auch nicht viel, um eine so große Gemeinschaft auf etwas ganz neues vorzubereiten. Wie geht es weiter? Hat die stetig wachsende Gemeinde ein Fundament, das auch dann trägt, wenn Monika Deitenbeck dem ganzen nicht mehr als Leitung vorangeht? Welche Begabungen haben die einzelnen Menschen der Gemeinde und wie können sie sinnvoll für alle eingesetzt werden?

Eine ernsthafte Frage

Musik spielt eine große Rolle in der Gemeinde.

Fragen, denen sich die Teilnehmer dieses Wochenendes ernsthaft widmeten. Der Wuppertaler Pastor, Seelsorger und Musiker Uwe Schäfer war eingeladen worden, in diesen drei Tagen Denk-Impulse zu setzen, Perspektiven aufzuzeigen und das Verständnis von Gemeinde noch einmal ganz neu, mit allen gemeinsam zu hinterfragen.

Dafür standen den Anwesenden zudem unterschiedliche Workshops zur Auswahl, auch diese bewusst vielfältig, so dass jeder die Möglichkeit hatte, auch auf diesem Wege seine persönlichen Gaben zu erweitern oder ganz neue zu entdecken. So wurde „Poetry Slam“, Musik und Tanz, ein „Workshop Journalismus und Social Media“, Bogenschießen, Kickboxen, schreiben, malen und töpfern, aber auch Workshops mit geistlichen Inhalten angeboten. Schwer, sich für einen davon zu entscheiden.

Tagungsstätte von Format

Uwe Schäfer, Pastor und Musiker aus Wuppertal lehrte u.a. zum Thema „Perspektiven und Gaben“.

Abgerundet wurde das ganze Wochenende durch die Musik zweier Bands, die sich extra für dieses Event zusammengefunden hatten.

Und natürlich durch das außergewöhnliche Ambiente des durchrenovierten „Haus Nordhelle“, das sich mit seinen Seminarräumen und den konfortablen Zimmern immer mehr zu einer Sauerländer Konferenz- und Tagungsstätte von Format mausert.

Friedliche Koexistenz

Eine wirklich bunte Mischung aus Menschen unterschiedlichster Prägung kam an diesem Wochenende auf der Nordhelle zusammen.

Alles in allem eine Aktion, die Perspektiven aufzeigte und ganz nebenbei ein weiteres Mal bewies, dass Menschen unterschiedlichster Prägung, Alters und religiöser Hintergrundes entgegen aller „Unkenrufe“ sehr wohl in der Lage sind, gemeinsam und friedlich zu koexistieren.

Und dabei auch noch eine gute, wertvolle Zeit miteinander zu verbringen.

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