Schluss mit Freiland: Sämtliches Federvieh in Hagen muss im Stall bleiben. Foto: Wolfgang Teipel

Halver/Schalksmühle/Märkischer Kreis. (pmk) Ab sofort muss Geflügel im Gebiet der Stadt Halver sowie auf Schalksmühler Gemeindegbiet im Stall bleiben. Wegen der sich ausbreitenden Vogelgrippe wurde ein sogenanntes Aufstallgebot erlassen. Dieses Gebot gilt ab sofort auch für Iserlohn und Nachrodt-Wiblingwerde.

Wegen der grassierenden Vogelgrippe ist für das Gebiet der Stadt Halver eine sogenannte Aufstallpflicht für Geflügel erlassen worden. Das teilt der Märkische Kreis mit. Der Kreisveterinär hatte die Geflügelhalter in der Region bereits vor einer Woche informiert, dass dies bald so kommen könnte. Die Aufstallung muss in jeder Gemeinde erfolgen, in der die Geflügeldichte 1.000 Tiere pro Quadratkilometer überschreitet. Für das Gebiet des Märkischen Kreises ist das in Halver der Fall.

Nachweis in mehr als 100 Fällen

Seit 8. November wurden mehr als 100 Fälle von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI), Subtyp H5N8, bei Wildvögeln in mehreren Bundesländern nachgewiesen. Auch vier Hausgeflügelbestände in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein waren betroffen. Jetzt wurde auch ein Verdacht bei einem Wildvogel im Kreis Wesel als H5N8 HPAI bestätigt.

Verdachtsfall am Freibad Hengsteyesee

Auch bei einer Wildente, die am Mittwoch  16. November, am Ufer des Hengsteysees in Hagen im Bereich Seestr/Freibad Hengsteysee gefunden worden war, wurde das Geflügel-Influenza-Virus vom Typ N5 nachgewiesen. Ob es sich bei dem Erreger um ein hochansteckendes Geflügelpestvirus handelt, muss noch in einem Speziallabor geklärt werden.

Aus diesem Grund muss eine Ausweitung der bisher gemäß § 13 der Geflügelpestverordnung ausgewiesenen Risikogebiete erfolgen und eine entsprechende Aufstallung von Geflügel in diesen Gebieten veranlasst werden. „Wir gehen davon aus, dass es schon bald zu einer landesweiten Aufstallpflicht kommen wird“, so Kreisveterinär Dr. Dieter Sinn.

 

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1 KOMMENTAR

  1. Dazu muss man auch sagen, dass die Sinnhaftigkeit der Stallpflicht von den Wissenschaftlern, die nicht beim FLI beschäftigt sind, stark bezweifelt wird.
    Diese sagen nämlich, dass die Verbreitung nicht durch Wildvögel geschieht, sondern durch den globalen Warenverkehr von Geflügelprodukten. Die Wildvögel sind hier nicht Täter, sondern Opfer.
    Indizien: Viren mutieren fortgesetzt und der aktuelle Virenstamm ist nahezu unverändert aus Korea stammend, in Deutschland angekommen. Alle Ausbrüche der Vergangenheit fanden in hermetisch abgeriegelten Ställen der Geflüglindustrie statt. Von einem seuchenhaften Geschehen in der hiesigen Wildtierpopulation kann auch bei hundert Fällen noch keine Rede sein (wer suchet der findet und vielleicht braucht das FLI wieder mal Geld).

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