Weltkulturerbe-Friedensdenkmal in Hiroshima

Hagen. Das „Hagener Friedenszeichen“ erinnerte am Samstag an den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Hier die Mitteilung des Vereins:

Hagener Hiroshima-Mahnwache am 6. August 2016
Hagener Hiroshima-Mahnwache am 6. August 2016

„Was haben sie nur mit dem Regen gemacht?“ Dieses Antikriegslied klagt die Gefahren des atomaren Niederschlags nach Atomtests an. Damit begann am 6. August die Mahnwache des Vereins „Hagener Friedenszeichen“ zum Gedenken an den Atombombenangriff auf Hiroshima im Jahr 1945. Der Liedermacher Rüdiger Drallmeyer sang es gemeinsam mit zwei jungen Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien.

Noch heute sterben Menschen an den Folgen

„Wir gedenken heute aller Opfer des Abwurfes der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki, aber auch aller Strahlungsopfer weltweit durch Atombombenversuche und Austritt von Radioaktivität aus Atommeilern“, erklärte Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des Vereins „Hagener Friedenszeichen“. „Noch heute sterben in Hiroshima und Nagasaki Menschen an Krebs. Die Nachkommen der Opfer werden weiter sozial ausgegrenzt und haben es schwer, Lebenspartner zu bekommen aus Furcht vor Erbschäden.“

Verantwortungsloser Umgang eine ungeheure Bedrohung

„Viele Passanten, die am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße vorbei kamen, sprachen die Äußerungen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump an: Wenn man schon über Atomwaffen verfüge, könne man sie doch auch ruhig mal abwerfen.“, berichtet Friedenszeichen-Mitglied Ruth Sauerwein in ihren Bericht. In den Gesprächen sei deutlich geworden, welch ungeheure Bedrohung diese Waffen darstellen, wenn sie in die Hände von verantwortungslosen Politikern oder Terroristen gelangen. Darum ist die endgültige Vernichtung aller Atomwaffen weltweit das Gebot der Stunde. Auf Antrag von über 100 Staaten unternehme die UN gerade einen neuen Versuch, die völkerrechtliche Ächtung der Atomwaffen durchzusetzen. „Es ist eine Schande, dass Deutschland nicht bei den Initiatoren ist“, so Dr. Kingreen. „Hiroshima und Nagasaki mahnen weiter: Wir sind an der Seite der Antragsteller für die Ächtung der Atomwaffen. Auch die Initiative der `Bürgermeister für den Frieden` und damit auch unser Oberbürgermeister unterstützen diesen Antrag.“

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