Galerie Udo Schmidt
Das Blog von Ralf Bohnenkamp verfolgt die Kiersper Malerin Claudia Ackermann schon seit längerer Zeit. Bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie Udo Schmidt lernte sie den Maler persönlich kennen.

Lüdenscheid. Anna Flores gehört zu den gefragten jungen Künstlerinnen in Deutschland. Noch bis zum 20. Dezember sind ihre Arbeiten zusammen mit Werken von Ralf Bohnenkamp in der Ausstellung „Farbwelten“ in der Lüdenscheider Galerie Udo Schmidt an der Altenaer Straße zu sehen.

Die Galerie Udo Schmidt hat beiden Malern großzügig Platz gewährt, sodass sie mit insgesamt rund 200 Exponaten einen umfassenden Einblick in ihr Schaffen geben können.

Bei aller Nähe doch eigenständige Werke

Anna Flores und Ralf Bohnenkamp arbeiten gemeinsam. „Bei alle Nähe erschaffen sie dennoch völlig eigenständige Werke“, sagte am Freitag, 28. November, bei der Vernissage zur Ausstellungseröffnung Dr. Caroline Krüger-Bahr. „Das findet man nicht so häufig.“ Die Kunsthistorikerin führte vor zahlreichen interessierten Kunstfreunden und – freundinnen in die Arbeit von Anna Flores und Ralf Bohnenkamp ein.

Vielzahl von Techniken

Galerie Udo Schmidt
Das Porträt von Twiggy, eins der neueren Werke von Anna Flores, ist ebenfalls in der Galerie Udo Schmidt zu sehen.

Sie machte das Publikum in der Galerie Udo Schmidt insbesondere auf die Vielzahl von Techniken aufmerksam, die beide in ihren Bildern verwenden. Anna Flores fügt wie unterschiedlichsten Materialien zusammen, darunter auch Sand und Stoffreste. In ihren Collagen nutzt sie Motive aus der Kunstgeschichte von der Mona Lisa über Dürer bis zu Marilyn Monroe, Robert Redford oder, als neustes Werk, das britische Ex-Modell Twiggy, das in den 1960 Jahren mit ihrer spindeldürren, jugendlichen Figur Karriere machte.

Ornamente mehr als schmückendes Beiwerk

Zur Bildsprache von Anna Flores gehören die unterschiedlichsten Ornamente. „Diese Ornamente sind aber nicht nur schmückendes Beiwerk. Sie stellen die Motive in einen zeitgeschichtlichen Zusammenhang und heben sie hervor“, sagte Dr. Caroline Krüger-Bahr. So erzeuge die Malerin spannungsvolle Kontraste und verführt den Betrachter ihrer Werke zu einem „lustvollen Schauen“, wie Dr. Caroline Krüger Bahr bemerkte.

Fortsetzung des abstrakten Expressionismus

Die Werke von Ralf Bohnenkamp stellt die Kunsthistorikerin in die Reihe des abstrakten Expressionismus. Diese nordamerikanische Kunstrichtung kam in der Mitte des 20. Jahrhunderts auf. Gefühl, die Emotion und die Spontanität waren den Anhängern des abstrakten Expressionismus wichtiger als Perfektion, Vernunft und Reglementierung. Die Darstellungsweise war abstrakt, teilweise auch abstrakt-figurativ.

Der Schwung des Theatermalers

Ralf Bohnenkamp verwendet Acryl, Kreide, Lack, Wachs oder auch Graphit in seinen Bildern. Insbesondere bei den Hinterglasmalereien, die mit Fotos kombiniert werden, bilden Farben den absoluten Schwerpunkt. Seine Ausbildung als Theatermaler, so Dr. Caroline Krüger-Bahr, könne der Maler nicht verheimlichen. „Vielen seiner Bilder merkt man den Schwung an, der für die Gestaltung großer Bilder notwendig ist“, sagte sie. In Bohnenkamps „People“-Bildern, in denen schemenhafte Figuren auftauchen, verschmelzen beim Betrachter viele Eindrücke zu einem großen Ganzen, ganz so, wie eine Theateraufführung vor einer gelungenen Kulisse.

Öffnungszeiten Galerie Udo Schmidt

Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00 Uhr, Samstag: 10:00 bis 16:00 Uhr
und auch gerne nach Vereinbarung

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