Personalleiterin Jutta Wrona mit Abdourahmane IV Souare, Abdourahimi Diallo, Arman Tashakkor Nojehdehi, Saidul Hasan (von links)

Herscheid. Neuen Mitbürgern beruflich eine Perspektive zu bieten, dazu sei man gesellschaftlich und unternehmerisch verpflichtet, meint Dietrich Alberts, Geschäftsführer von GAH-Alberts. Für Unternehmen sieht er zudem eine Chance, durch die neuen Mitarbeiter neue Ideen zu gewinnen. Der Hersteller von Beschlägen, Profilen und Zauntechnik beschäftigt vier Asylbewerber in der Produktion. Einer von ihnen stammt aus Bangladesch, zwei aus Guinea und einer aus dem Iran. Sie arbeiten mit befristeten Verträgen im Rahmen der von der Ausländerbehörde genehmigten Möglichkeiten.

Das Unternehmen GAH-Alberts sieht die Entwicklung der neuen Mitarbeiter positiv und steht auch der künftigen Beschäftigung von Geflüchteten offen gegenüber. Auch wenn die behördlichen Hürden geringer geworden sind, bleibe für die Unternehmen die Unsicherheit über die Dauer des Aufenthalts, stellt Alberts fest. Doch wenn sich weitere Möglichkeiten für Neueinstellungen ergäben, dann nehme das Unternehmen sie auch wahr. Zurzeit laufen zwei weitere Anträge auf Arbeitserlaubnis. Der Fokus liegt jedoch darauf, die neuen Mitarbeiter für die beruflichen Anforderungen auszubilden.

Mitarbeiter aus 26 Nationen bei GAH

In dem Sauerländer Familienunternehmen arbeiten aktuell 400 Mitarbeiter mit Wurzeln in über 26 Nationen. Das war auch beim Tag der offenen Tür von Vorteil, zu dem der Hersteller im vergangenen Jahr Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte der Region eingeladen hatte. GAH‑Alberts‑Mitarbeiter, die auch Englisch und Arabisch beherrschen, begleiteten die Besucher bei der rund zweistündigen Betriebsführung. Dabei konnten auch die Asylbewerber, die bereits im Unternehmen beschäftigt sind, ihre Arbeitsplätze zeigen.

Alberts sieht in der Region Südwestfalen hohes Potenzial für die Integration von Asylbewerbern in die Arbeitswelt: „Das Sauerland verfügt über gute mittelständische Strukturen und viel produzierendes Gewerbe, von daher stehen die Job-Chancen hier gut. Wir haben es nicht immer leicht, Fachkräfte und Auszubildende zu finden. Für uns sind Flüchtlinge eine willkommene Unterstützung.“

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