Wenn die Bundesländer Berlin und Niedersachsen ihren Gesetzesvorschlag durchbringen, geht es Gaffern künftig an den Kragen. Nach einem Vorfall in Hagen reagierte die Polizei mit diesem Bild auf ihrer Facebook-Seite. Foto: Polizei Hagen

Märkischer Kreis. Gaffer sind eine Plage. Oft behindern sie sogar Rettungsarbeiten. So geschehen am 13. April in Hagen. Opfer war ein zehnjähriges Mädchen, das damals bei einem Verkehrsunfall auf dem Graf-von-Galen-Ring schwer verletzt worden war. Es musste mit einem Rettungshubschrauber ins Bochumer „Bergmannsheil“-Krankenhaus geflogen werden. Bei der Unfallaufnahme und Rettung wurden die Rettungskräfte durch Schaulustige behindert. Manche zückten gar ihr Smartphone. Die Polizei reagierte mit einem Post auf ihrer Facebook-Seite. „Schämt Euch, ihr Gaffer vom Hauptbahnhof“ posteten die Beamten.

Geld- und Freiheitsstrafen

Bislang kommen Gaffer meist ungeschoren davon. Eine Gesetzesinitiative der Länder Niedersachsen und Berlin will das ändern. Wie die ADAC-Zeitung „Motorwelt“ berichtet, sollen Schaulustige mit Geld- oder Freiheitsstrafen belegt werden, wenn sie Rettungsarbeiten behindern. Bis zu zwei Jahre Haft könnten als Strafe verhängt werden, wenn verletzte und tote Unfallopfer gefilmt oder fotografiert werden, um die Bilder ins Netz zu stellen. Selbst der Versuch, Fotos zu schießen, soll künftig strafbar sein.

Der aktuelle Blitzer-Report

Die Polizei und der Märkische Kreis richten wieder mobile Messstellen zur Geschwindigkeitskontrolle ein. Hier die Vorplanungen:

Montag, 13. Juni: Lüdenscheid (Zentrum) und Stadtgebiet Werdohl

Dienstag, 14. Juni: Stadtgebiet Halver und Lüdenscheid (B 229)

Mittwoch, 15. Juni: Lüdenscheid (Zentrum) und Schalksmühle

Donnerstag, 16. Juni: Kierspe

Freitag, 17. Juni: Plettenberg

Samstag, 18. Juni: Herscheid

Sonntag, 19. Juni: Meinerzhagen

Darüber hinaus müssen Autofahrer im gesamten Kreisgebiet mit kurzfristig angesetzten Kontrollen rechnen.

Der Märkische Kreis plant vom 13. bis 17. Juni folgende Messstellen:

13. Juni: Nachrodt-Wiblingwerde

  • Einsal
  • Wiblingwerde
  • Nachrodt

14. Juni: Menden

  • B 7
  • Zentrum

15. Juni: Balve

  • B 229

15. Juni: Neuenrade

  • L 697
  • L 842
  • B 229

16. Juni: Werdohl

  • Zentrum
  • L 655
  • B 236

17. Juni: Hemer

  • L 682
  • Deilinghofen
  • Sundwig

13. Juni: Plettenberg

  • L 697
  • Eschen
  • B 236
  • Zentrum

14. Juni: Meinerzhagen

  • L 694
  • B 54
  • L 539

15. Juni: Lüdenscheid

  • Kalve
  • Wefelshohl
  • L 530
  • B 229
  • Zentrum

16. Juni: Kierspe

  • Zentrum
  • B 237

17. Juni: Herscheid

  • Zentrum
  • L 696

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1 KOMMENTAR

  1. Schlimmer als ein paar Gaffer sind die Raser und sonstigen Verkehrsrowdis, die rücksichtslos herumfahren, die andere gefährden und öfters an der Stoßstange kleben und solche Unfälle erst auslösen.
    Ich habe noch nirgends Gaffer gesehen. Öfter sieht man, dass die Leute weitergehen und nicht helfen, wenn jemandem etwas passiert ist. Wenn die zufälligen Passanten schauen, sollten sie natürlich Abstand halten. Die Presse macht übrigens auch Fotos… Und diese werden auch im TV etc. gezeigt, also Doppelmoral ist auch nicht so gut.
    Gaffern soll es also an den Kragen gehen. Komisch, was ist mit den Vergewaltigern, die oft mit einer Bewährung davon laufen (Kavaliersdelikt?), wenn sie überhaupt verurteilt werden? Denen sollte es dann zuerst mal an den Kragen gehen.

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