Hagen/Hohenlimburg. Einstimmig beschloss der Rat der Stadt Hagen, dass versucht werden soll, zum nächsten Schuljahr in der Grundschule Berchum in Garenfeld zwei Starterlassen einzurichten. Mit diesem Schritt könnten zwei Ziele erreicht werden. Es wird schulisch auf die Flüchtlingssituation reagiert und Garenfeld wird vorerst als eigenständiger Schulstandort gesichert.

Entscheidung soll bei der Flüchtlingssituation helfen und den Schulstandort sichern

Die bündnisgrüne Ratsfraktion hatte diesen Antrag kurzfristig am Sitzungstag gestellt. „In der jetzigen Situation (Zuwandererströme) wird jeder Schulraum gebraucht. Die
Grundschule Berchum – Garenfeld verfügt über das nötige Raumangebot, um dauerhaft zwei Starterklassen aufzunehmen“, begründete Fraktionssprecher Joachim Riechel den Antrag seiner Fraktion. Den soll die Verwaltung nun in Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg zum neuen Schuljahr 2016 umsetzen.

SPD kritisiert späte Antragstellung

Obwohl alle Fraktionen dem Antrag der Bündnisgrünen folgten, gab es auch Kritik. „Was die Grünen hier in Hohenlimburg schulpolitisch veranstalten, ist nicht mehr nachvollziehbar. Warum hat Frau Pfefferer die Einführung von Starterklassen an der Berchumer Grundschule nicht schon im Schulausschuss gestellt?“, fragt sich der Hagener SPD Fraktionsvorsitzende Mark Krippner nach der letzten Ratssitzung in einer SPD-Mitteilung. Das Konzept für die Berchumer Schule als Teilstandort der Heideschule in Hohenlimburg sei doch quasi schon unter Dach und Fach gewesen. „Jetzt müssen wir wieder auf eine Genehmigung aus Arnsberg warten“, so Krippner.

Die Bündnisgrünen sehen das anders. In ihrer Antragsbegründung heißt es: „Angesichts der Tatsache, dass voraussichtlich noch in dieser Wahlperiode das gesamte Grundschulpaket zumindest in Hohenlimburg neu zu diskutieren sein wird, ist die Schaffung eines weiteren Grundschulverbundes gleichermaßen übereilt wie unnötig.“

Das sehen die Sozialdemokraten anders: „Für die SPD ist es ganz wichtig, dass der Schulstandort, wie auch immer, erhalten bleibt.“ Deshalb habe die Fraktion „im Rat dafür gesorgt, dass die Verbundschule weiterhin im Rennen ist. Kommt die Genehmigung aus Arnsberg nicht, dann werden wir unseren alten Plan weiterverfolgen.“

Der Ratsbeschluss für den Fall, dass die Starterklassen vom Regierungspräsidium in Arnsberg nicht genehmigt werden, sieht vor, dass die bisherigen Grundschulen Heideschule Hohenlimburg und Berchum/Garenfeld ab dem 1. August 2016 als Grundschulverbund geführt werden, bei dem die dann einzügige Grundschule Berchum ein Teilstandort der zweizügigen Heideschule Hohenlimburg ist.

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