Von links: Wolfgang Teipel (leitender Redakteur TACH), Jörg Prostka (Vorsitzender Märkischer Presseverein, MPV), Michaela Rensing (Vorstandsmitglied MPV), Bernhard Schlütter (Herausgeber Komplett-Magazin), Simone Jost-Westendorf (LfM-Stiftung "Vor Ort NRW") Foto: Uwe Tonscheidt

Der Märkische Presseverein im DJV NRW lud für den 17. Oktober 2017 zum Themenabend „Wir können auch anders – alternative Medien in der Region“ ins Journalistenzentrum Haus Busch ein. Bernhard Schlütter aus Plettenberg vom Printmagazin „Komplett“ und Wolfgang Teipel aus Lüdenscheid vom Online-Portal „TACH“ stellten ihre Projekte vor. Simone Jost-Westendorf von der Stiftung „Vor Ort NRW“ der Landesanstalt für Medien informierte über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten. Michaela Rensing moderierte.

Erkenntnis des Abends: Für neue lokale Medien braucht es viel Idealismus. Materiell leben kann man aktuell von den Erlösen nicht, berichteten die beiden Journalisten aus dem Märkischen Kreis (MK). Das vorgestellte Online-Portal gibt es, weil es allen Beteiligten so wichtig ist, dass sie vorerst auf Honorar verzichten. Anzeigen- und Unterstützererlöse deckten 2016 gerade die übrigen Kosten, so Wolfgang Teipel.

Etwas besser sieht die Ergebnisrechnung beim sechsmal im Jahr erscheinenden Komplett-Printmagazin (Zeitschrift für Plettenberg, Werdohl, Neuenrade und Herscheid) aus. Da gibt es für alle Mitwirkenden Honorar, so Bernhard Schlütter. Zwar werde nicht so viel gezahlt, wie es sich der DJV wünscht, aber mehr als bei der lokalen Tageszeitung.

Ziel beider Projekte ist es, nicht tatenlos hinzunehmen, dass in fast allen MK-Städten nur noch eine Tageszeitungsredaktion vertreten ist.

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