Foto: tft

Hagen. Mit Sorge beobachten die Hagener Gewerkschaften die untypische Entwicklung auf dem Hagener Arbeitsmarkt. So die Mitteilung aus dem Gewerkschaftshaus, nachdem am Morgen die Agentur für Arbeit, die aktuellen Hagener Arbeitsmarktzahlen für den Monat April veröffentlicht hatte.

Arbeitslosenquote weiter 11,3 Prozent

„Weiter gegen den Trend, mehr Arbeitslose im Frühjahr“ hatte die Agentur ihre Mitteilung getitelt. Um 36 auf 10 941 ist demnach die absolute Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im Monat April gestiegen. Damit blieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 11,3 Prozent. Vor genau einem Jahr waren es nur 10,4 Prozent, so die Information der Arbeitsagentur.

„Die Zuwanderung dominiert weiterhin die aktuelle Entwicklung. Im April waren es zwar etwas weniger EU-Migranten, aber mehr geflüchtete Menschen, die sich inzwischen arbeitslos gemeldet haben“, so Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur fur Arbeit Hagen. Weiter heißt es in der Mitteilung: „Davon unabhängig ist die Kräftenachfrage in der Stadt für die Jahreszeit untypisch verhalten. Es wurden gut 100 Stellen weniger gemeldet als noch im März. Impulse einer Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt fehlen in Hagen weiterhin. Alle Institutionen und Marktteilnehmer sind aufgerufen, gute bis sehr gute Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung zu schaffen, um dem negativen Trend nachhaltig entgegenzuwirken.“

DGB: Aktiv in Arbeitsmarkt eingreifen

Hagen_DGB-0313Anne Sandner kommentiert für den Hagener DGB die Situation: „Statt auf jahreszeitliche Entwicklungen zu hoffen, sind die verantwortlichen Akteure gefragt, aktiv in den Arbeitsmarkt einzugreifen. Die Tatsache, dass Jugendliche unter 25 Jahre und Langzeitarbeitslose besonders betroffen sind, zeigt einerseits die Schwachstellen unseres Arbeitsmarktes und andererseits den erhöhten Handlungsbedarf auf. Mehr Ausbildung und Infrastrukturprojekte ständen der Stadt gut zu Gesicht, denn damit würde die Attraktivität der Stadt erhöht und gleichzeitig Arbeitsplätze geschaffen. Und wenn mehr Beschäftigte einen ordentlichen Lohn bekommen, steigt die Binnennachfrage und potenziert die positive Entwicklung.“

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