Frank Kuschmirtz, Dieter Dzewas, Andreas Beckmann und Kranführer Marcus Herbergs begutachten die noch verpackte Kältemaschine. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Kranwagenführer Marcus Herbergs bleibt cool. Auch bei 27 Grad Hitze. Er wird das Ding schon schaukeln. Am Dienstagnachmittag hat er in Millimeterarbeit die neue rund drei Tonnen schwere Kältemaschine durch eine Dachöffnung ins Kulturhaus bugsiert. Ab sofort weht in den Sälen und im Foyer frischer Wind.

„Nach 28 Jahren war die Maschine abgängig“, erklärt Bauingenieur Andreas Beckmann. Die Anlage habe zudem nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprochen. Das gilt auch für das verwendete Kältemittel, das nicht mehr benutzt werden darf.

Bessere Energiebilanz

Mit diesem Ausleger schafft Markus Herbergs so einiges. Foto: Wolfgang Teipel

Mit einer Leistung von 300 kw ist die neue Anlage der alten Maschine deutlich überlegen. Stundenlange Vorlaufzeiten und damit ein hoher Energieverbrauch gehören jetzt der Vergangenheit an. Zusammen mit der neuen Steuerung kann jetzt kühle Luft unmittelbar vor Veranstaltungen durch die Rückenlehnen der Kulturhaussitze gefächelt werden. „So erzielen wir eine deutlich bessere Energiebilanz“, sagt Andreas Beckmann. Der Ingenieur schätzt, dass etwa acht bis zehn Prozent Strom eingespart werden können.

Bürgermeister Dieter Dzewas und Frank Kuschmirtz, Leiter der Zentralen Gebäudewirtschaft, zeigten sich zufrieden mit den Verbesserungen, die die neue Kältemaschine verspricht. Dass die Anlage nicht aus heimischer, sondern aus italienischer Produktion stammt, nahm der Rathaus-Chef mit Humor. „So bauen wir immerhin den vielfach beklagten Außenhandelsüberschuss Deutschlands ein wenig ab“, schmunzelte er. Außerdem: Montiert wurde die Anlage immerhin von Lüdenscheider Unternehmen.

Eine kleine Dachöffnung für eine großes Maschine, rechts baumelt ein Taubennetz. Foto: Wolfgang Teipel

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