Auch Kuno Seltmann zählt zu den Workshopleitern. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Ein gemeinsames Projekt der Städtischen Museen, des Geschichts- und Heimatvereins Lüdenscheid sowie der „mindcraft“-Gruppe von KultStädte e. V. soll für einen frischen Blick auf Lüdenscheid werfen. Junge Leute beschäftigen sich in den unterschiedlichsten Workshops mit dem Begriff Heimat. Sie werden entscheidende Fragen beantworten. Bleiben oder gehen? Die Aktion mit dem Titel „Stay or go? – Ein Heimatprojekt“ ist auf rund neun Monate angelegt. Der Startschuss fällt in den Sommerferien. Ziel ist eine breit gefächerte Ausstellung zum Thema in den Städtischen Museen.



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Für 200 bis 250 junge Leute

Die frohe Botschaft: Das Projekt wird mit 25.000 Euro aus dem NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport gefördert. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen. Die Lüdenscheider Agentur „David & Goliath“ dreht bereits einen Film. Er soll junge Leute auf das Vorhaben aufmerksam machen. „Für die Bewerbung von ‚Stay or go?‘ haben wir Profis mit ins Boot geholt“, berichtet Museums-Mitarbeiterin Ulrike Tütemann. Schließlich sollen rund 200 bis 250 junge Leute im Alter von zwölf bis 19 Jahren bei diesem Langzeitprojekt mitmachen.

Imagewandel

„Gehen oder bleiben?“ Dr. Arnhild Scholten, Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins, sagt: „Lange Zeit war der Begriff Heimat mit einem angestaubten Image behaftet. Vor einigen Jahren hat aber ein Wandel eingesetzt.“ In Zeiten der Globalisierung suchten die Menschen wieder einen festen Bezugspunkt, glaubt Arnhild Scholten. „Und so wenden sie sich wieder ihrer Heimat zu.“

Dr. Arnhild Scholten, Susanne Thomas, Ulrike Tütemann, Dr. Eckhard Trox, Rolf Kürby und Michaela Ernst freuen sich über den Start von „Stay or go? – ein Heimatprojekt“. Foto: Wolfgang Teipel

„mindcraft“-Team gestaltet Rahmenprogramm

Für einen frischen Blick auf Lüdenscheid sollen die Workshops sorgen, die von heimischen Künstlern geleitet werden. Mit von der Partie sind Lüdenscheider Künstler und Kreative wie beispielsweise Yves Thomé, Tom Groll, Kuno Seltmann, Tlako, Robin Brunsmeier alias Binyo, Klaus Sonnabend, Manuela Klüttermann, Murat Isboga, Susanne Diebel, Steve Schulte-Lippern oder auch Christina Appelt. Das Jugendkulturgremium von „mindcraft“ wird sich um die Gestaltung des Rahmenprogramms kümmern.

Museumsleiter Dr. Eckhard Trox ist auf die Ergebnisse gespannt. „Es wird eine Ausstellung, die völlig von dem abweicht, was wir sonst so gewohnt sind“, sagt er. Zugleich ist er froh, dass das Museum durch den Einsatz von Fördermitteln in die Lage versetzt wird, den Rahmen für solch eine Ausstellung zu bilden. „Wir sind auf solche Drittmittel angewiesen“, betonte er.

 

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