Die CDU möchte prüfen lassen, welche Folgen die Rückübertragung der Trägerschaft für die Friedensschule an die Stadt hätte .Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Der Rat der Stadt Lüdenscheid setzt sich für den Erhalt der Friedensschule ein. Er hat in seiner jüngsten Sitzung eine Resolution verabschiedet. Darin werden Kreistag und Kreisverwaltung aufgefordert, unter Berücksichtigung des Elternwillens zu überprüfen, ob der Schulstandort an der Freiherr-vom-Stein-Straße erhalten bleiben kann.

120 Schüler betroffen

Kürzlich waren Pläne vorgestellt worden, nach denen der Märkische Kreis den Standort an der Freiherr-vom-Stein-Straße schließen und die Unterricht nach Altena in die ehemalige Hauptschule Rahmede verlagern möchte. Auf diese Pläne hatten Eltern bei einer Informationsveranstaltung mit Zorn und Unverständnis reagiert. Betroffen wären 120 Schüler. Bislang war die Stadt Lüdenscheid als Trägerin der Förderschule davon ausgegangen, dass der Standort erhalten bleibt.

Lebhafte Diskussion

Auch in der jüngsten Sitzung des Kreisschul- und Sportausschusses wurde die von der Kreisverwaltung vorgelegte Schulentwicklungsplanung für die Förderschulen lebhaft diskutiert. Eine Entscheidung überlassen sie Kreisausschuss und Kreistag.

„Ohne den Märkischen Kreis hätten wir in Zukunft keine Förderschulen mehr“. Peter Maywald (CDU), Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses, bezog gleich zu Beginn der Diskussion um die künftigen Förderstandorte Stellung. Die Schulpolitiker hatten sich bei ihrer Sitzung in der kreiseigenen Regenbogenschule in Hemer mit der Frage zu befassen, wo die Jungen und Mädchen der Lüdenscheider Friedensschule künftig unterrichtet werden sollen.

Entscheidung verschoben

Die Verwaltung hatte sich in einer umfangreichen Vorlage für den Schulstandort Altena ausgesprochen. Sie wollte sich „grünes Licht“ für die Verhandlungen über die Anmietung der ehemaligen Hauptschule Rahmede holen. Doch daraus wurde nichts. Unter den Augen einiger weniger betroffener Eltern wurde die Entscheidung über die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung auf die Sitzungen des Kreisausschusses am 12. Oktober sowie des Kreistages am 19. Oktober verschoben.

Baumaßnahmen erforderlich

Zu viel Zeit lassen können sich die Kreispolitiker damit nicht mehr. Vorsitzender Peter Maywald: „Wir haben ein Terminproblem. Wir wollen das bestmögliche für unsere Kinder und können jetzt nicht noch einmal in das Verfahren einsteigen“. Die Planungen des Kreises sehen vor, den Schulbetrieb am 1. August nächsten Jahres an den jeweils neuen Standorten aufzunehmen. Zuvor sind – wo auch immer – noch zum Teil umfangreiche Baumaßnahmen nötig. (pmk/wolf)

 

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