Die CDU möchte prüfen lassen, welche Folgen die Rückübertragung der Trägerschaft für die Friedensschule an die Stadt hätte .Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die CDU-Ratsfraktion möchte prüfen lassen, welche Folgen die Rückübertragung der Trägerschaft für die Friedensschule für die Stadt hätte. In der Ratssitzung am 13. November werden die Christdemokraten einen entsprechenden Antrag vorlegen.

Darin heißt es: „Aufgrund der Diskussionen der letzten Wochen innerhalb der betroffenen Elternschaft, aber auch in der Bevölkerung und nicht zuletzt in den Lüdenscheider Ratsfraktionen drängt sich uns die Frage auf, welche Konsequenzen eine Rückübertragung der Schulträgerschaft auf die Stadt Lüdenscheid zur Folge hätte.

Wir bitten daher um Beantwortung der Frage, welche Folgen zu erwarten sind (auch finanzieller Art), wenn die Stadt Lüdenscheid die Schulträgerschaft der „Friedensschule“ künftig wieder übernehmen würde.“

Neuordnung am 19. Oktober beschlossen

Erst am 19. Oktober hatte der Kreistag des Märkischen Kreises mit großer Mehrheit die Neuordnung der Mosaik-Schule, einer Förderschule mit den Schwerpunkten Emotionale und Soziale Entwicklung, Sprache und Lernen an den Standorten Lüdenscheid, Altena und Meinerzhagen beschlossen.

Schüler, Eltern und Lehrer kämpften bis zuletzt für den Erhalt der Friedensschule. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Auch Schüler, Eltern und Lehrer kämpften bis zuletzt für ihre Schule. Susanne Baumgart, stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende, hatte Landrat Thomas Gemke im Namen der Friedenschule 1068 Unterschriften überreicht und und ihre Bedenken gegen die Schließung des Standortes geäußert.

Aufgrund rückläufiger Schülerzahlen infolge der Inklusion und den Mindestvorgaben der damaligen rot-grünen Landesregierung seien die Förderschulen für die Stadt Lüdenscheid nicht mehr tragbar gewesen, hatte Fachbereichsleiterin Iris Beckmann Klatt in der Sitzung die Hintergründe erläutert. Als Schulträger habe die Stadt 2016 die Beschlüsse zur Fusion der Friedenschule mit der Mosaikschule in Trägerschaft des Märkischen Kreises zum Schuljahr 2018/2019 und die Auflösungen des Standortes in Plettenberg beschlossen.

Verstärkt Anmeldungen an Förderschulen

Sie hatte ebenfalls erläutert, dass nach anfänglicher Begeisterung über eine gemeinsame Beschulung in einer Regelschule, offenbar enttäuschte Eltern ihre Kinder mit Förderbedarf wieder in den Förderschulen anmeldeten. Die Folge seien steigende Schülerzahlen.

Entgegen der ursprünglichen Planung, die Friedensschule weiter zu nutzen und dafür den Standort der kreiseigenen Förderschule in Lüdenscheid Gevelndorf aufzugeben, musste der Kreis kurzfristig andere konzeptionelle und räumliche Alternativen suchen. Hier galt, alle Schüler aus allen Städten in den Einzugsbereichen und mit allen Förderbedarfen ab Schuljahr 2018/2019 unterzubringen. „Dabei haben natürlich auch wirtschaftliche Aspekte, wie die Überlegungen zur Höhe der erforderlichen Investitionen an den einzelnen Standorten, der Eigentumsverhältnisse, der Folgekosten und mögliche Auswirkungen auf die Kreisumlage eine maßgebliche Rolle gespielt“, hatte Iris Beckmann-Klatt in der Sitzung erklärt.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here