Die Malerin Frida Kahlo steht am 3. Novemver beim Kunstverein VAKT im Fokus. Repro: Rüdiger Kahlke
Halver. Schwerer Unfall, 40 Operationen. Lange Zeit bettlägerig malte sie, oft sich selbst. Die Mexikanerin Frida Kahlo (1907-1954) gilt als eine der renommiertesten Künstlerinnen des vorigen Jahrhunderts. Am Donnerstag, 3. November, stellt der Klaus-Jürgen Walther vom Kunstverein VAKT die Malerin und ihr ungewöhnliches Leben vor.
Im Alter von 18 Jahren erlitt Frida Kahlo einen schweren Unfall, bei dem sich eine Eisenstange durch ihren Körper bohrte. Dass sie sich später oft
In den VAKT-Räumen wird der Katalog für die 3. Expo-Art Halver zusammengestellt. Foto: Rüdiger Kahlke
Klaus-Jürgen Walther stellt die Malerin Frida Kahlo vor. Foto: Rüdiger Kahlke
selber malte, sieht Walter als Folge des Unfalls und ihrer eingeschränkten Mobilität. Sie malte im Krankenbett mit einer speziell konstruierten Staffelei und verarbeitete so vermutlich ihr Leiden. In der Riege der Künstler war sie eine Ausnahme, eine Frau, die malte, sich ihren Platz in dem männlich dominierten Genre erkämpfte.

Politische Künstlerin

Die Bekanntschaft mit Diego Rivera, einem bekannten politischen Maler, der für seine „murales“, die großen mexikanischen Wandbilder berühmt wurde, machte sie zur politisch engagierten Künstlerin. Sie hatte eine Affäre mit Leo Trotzki, dem russischen Revolutionär und dem Deutschen Heinz Berggruen, der später ein bedeutender Kunstsammler wurde. Ende der 1930-er Jahre kam der Erfolg. Eine New Yorker Galerie zeigte 25 Bilder von Frida Kahlo. Auf Reisen kam sie unter anderem in Kontakt mit Max Ernst, Picasso und Joan Miro.

Alleinstellungsmerkmal gesucht

Frida Kahlo gilt als „Malerin des Schmerzes“, so Klaus-Jürgen Walther. Er vermutet, dass sie mit ihrer Kunst auch ein Alleinstellungsmerkmal gesucht hat. Sie wollte etwas Einzigartiges machen, sich selbst inszenieren. Auf jeden Fall sei sie eine „faszinierende Persönlichkeit und große Künstlerin“. In seinem Vortrag stellt Walther auch einen Zusammenhang zwischen der Künstlerin und den gesellschaftlichen Verhältnissen Mexikos in der Mitte der vorigen Jahrhunderts her.
Für die Besucher des Vortrags im VAKT-Domizil an gibt es neben optischen Impressionen auch eine kleine Kostprobe mexikanischer Gaumenfreuden.

Termin: 3. November (Do.), 18.30 Uhr, Schieferhaus, Frankfurter Str. 41 in Halver

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