Freunde der Stadtbücherei
Der Vorstand der Freunde der Stadtbücherei um Vorsitzenden Rolf Scholten (3. von links) hat auch in diesem Jahr wieder viel vor. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Lobbyisten im besten Sinne: Die Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid haben vor zwei Jahren ihr Engagement in den Dienst der Bibliothek in der Altstadt gestellt. Rolf Scholten, Vorsitzender des Fördervereins, sagt: „Die Bücherei ist ein Publikumsmagnet in der Altstadt“. Leider werde das zu selten gewürdigt.

Scholten zog bei der Jahreshauptversammlung kürzlich ein Resümee der bisherigen Arbeit. Dabei verwies er auf eine leicht gestiegene Mitgliederzahl (56) und zahlreiche Aktivitäten im zurückliegenden Vereinsjahr. Zu den Höhepunkten zählten die „Lüdenscheider Vorlesetage“ unter dem Motto „Stimmen der Welt“. Mit insgesamt 224 Vorlese-Aktionen an ungewöhnlichen Orten, darunter etwa Buberts Barbershop, eine Apotheke oder die TÜV-Station, beteiligte sich Lüdenscheid am Wettbewerb um die Titel „Vorlesehauptstadt“. „Dafür hat’s leider nicht gereicht“, berichtete Rolf Scholten.

Lesungen an ungewöhnlichen Orten

Zum flotten Haarschnitt einige schnittige Gedichte von Bernd Sondermann (links): Der Lüdenscheider las bei den Vorlesetagen in Buberts Barbershop an der Bahnhofallee. Foto: Wolfgang Teipel

Mehrere Filmabend

Gute Resonanz erzielten die Freunde der Stadtbücherei auch bei weiteren Veranstaltungen. n Zusammenarbeit mit anderen Vereinen richteten sie mehrere Filmabende mit Frank Droste, dem Bund Deutscher Architekten und dem Bund Deutscher Baumeister aus, veranstalteten einen Leseabend mit Texten von Umberto Eco in Kooperation mit den „Freunden der italienischen Kultur“ sowie eine Lesung mit dem Frankfurter Autor und ehemaligen MKK-Stipendiaten Reinhard Kaiser. Sie stellten den Rahmen für den Vorlesewettbewerb der 6. Schulklassen und informierten zusammen mit Anne Altrogge und Johannes Broxtermann sowie Betroffenen über Flüchtlinge aus Eritrea.

Fahrt zur LitCologne

Dazu kamen einige Exkursionen, darunter die Fahrt zur Lit-Cologne. 16 Lüdenscheider begegneten dabei während einer Fahrt mit dem Literaturschiff auf dem Rhein dem italienischen Krimiautor Mirko Zilany begegneten, aus dessen Roman „Schattenkiller“ der Schauspieler Dietmar Bär in der Übersetzung las.

Jugendbücherei größtes Förderprojekt

Das größte Förderprojekt der Freunde der Stadtbücherei im vergangenen Jahr war der Ausbau der Jugendbücherei. Hier beteiligte sich der Förderkreis mit einem eigenen Beitrag in Höhe von 2000 Euro. Außerdem wurde der Ausbau mit Spenden der Sparkasse (3000 Euro) und des Lions Club Minerva (2000 Euro) unterstützt.

Mitarbeit im Altstadtbeirat

An erster Stelle steht für dieses Jahr die Fortsetzung der Lobbyarbeit für die Stadtbücherei. Dazu haben sich die Freunde der Stadtbücherei weiter vernetzt. Rolf Scholten ist inzwischen Mitglied im Altstadtbeirat. Hier und an anderer Stelle will sich der Verein nachdrücklich für die Wiedereröffnung des „Marktes“, dem großen glasüberdachten Rondell im Zentrum der Bücherei, einsetzen. Dieser Saal sei nicht nur ein Veranstaltungsort mit einzigartiger Atmosphäre, sondern auch wichtig als Ausweichquartier für Veranstaltungen in der Altstadt bei Regen. Dies sei für die Belebung der Altstadt von großer Bedeutung.

Vorstandswahlen

Bei den Wahlen wurde der Vorstand neu besetzt. Neben Rolf Scholten als 1. Vorsitzender und Anne Altrogge als seine Stellvertreterin umfasst der Vorstand zehn Personen: beratend Norbert Adam (als Vorsitzender des Kulturausschusses), Gisela Bender, Eckard Heide, Bernd Lilienthal (Kasse), Dagmar Plümer (Geschäftsführung), Ingrid Schröder, Thomas Solmecke, Bernd Sondermann, Wolf-Dieter Theissen und Michael Wöstefeld. Für die Kassenprüfung wurden Henriette Schlesinger und Holger Schumacher gewählt.

DieStadtbücherei zeiht jährlich rund 135.000 Besucher in die Altstadt. Foto: Wolfgang Teipel

Zur Stadtbücherei: Sie wurde 1856 von Privatleuten. Am 10. Mai 1857 öffnete die „Volksbücherei Lüdenscheid“ ihre Türen und erstmalig konnten Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider Bücher ausleihen.

  • 380 Bücher umfasste damals der Bestand der Volksbücherei, heute zählt die Stadtbücherei etwa 100.000 Medien.
  • Jährlich zählt sie rund 135.000 Besucher und organisiert über 150 Veranstaltungen.
  • Intelligente Regale und mit Scannern versehene Ausleihstationen machen’s möglich: Die Stadtbücherei Lüdenscheid ist seit Oktober 2016 dank RFID (Radio Frequence Identification) eine Selbstbedienungs-Bibliothek.
  • Per „Selbstverbuchung“ können die Leser ausgeliehene Medien registrieren. Auch die Rückgabe ist elektronisch organisiert. Antennen in den Regalen im Eingangsbereich registrieren, welche Medien zurückgegeben worden sind. http://guten-tach.de/buechereinutzer-werden-ab-dienstag-zu-selbstausleihern/

 

 

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