Guido Raith
Hereinspaziert: Die Ausstellung "freunde." des vereins "Wir hier!" mit Porträts von Guido Raith wurde am Sonntag, 31. Mai, eröffnet.

Lüdenscheid. Die Städtischen Museen als Begegnungsstätte – das ist ganz nach dem Geschmack von Museumsleiter Dr. Eckhard Trox. Am Sonntag, 31. Mai, war es mal wieder soweit. Die Vernissage zur Ausstellung „Freunde.“ in Zusammenarbeit mit dem Verein „Wir hier!“ entpuppte sich als wahrer Publikumsmagnet. Nicht nur die Freundespaares unterschiedlichster Herkunft, die der Lüdenscheider Fotograf Guido Raith hat, kamen. Es kamen auch deren Freunde, Freunde von Guido Raith und deren Freunde – ganz so, wie es sich der Museums-Chef noch vor wenigen Tagen gewünscht hatte.

Bis zum 29. September zu sehen

Guido Raith
Volles Haus bei der Vernissage zur Ausstellungseröffnung.

Bis zum 29. September zeigt das Museum die von Ministerium für Familie, Kinder, Jugend Kultur und Sport und der Sparkasse Lüdenscheid geförderte Ausstellung. Guido Raith hat für den interkulturellen Verein „Wir hier!“ 30 Freundespaare fotografiert, deren Verbindung über geografische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg reicht. „Vielfalt visualisieren und erleben, das möchten wir mit dem Projekt ‚Freunde.‘ erreichen“, sagen Dorna Hatamlooy und Ulrike Tütemann, Vorsitzende des Vereins „Wir hier!“ und gleichzeitig freie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Städtischen Museen. In einer Gesellschaft, die durch Zuwanderung von Vertriebenen, Arbeitsmigranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden einem steten Wandel unterliege, sei Vielfalt als Bereicherung und Chance zu verstehen.

Musik als Sprache überwindet Grenzen

Guido Raith
Für Tlako ist Musik die Sprache, die alle Sprachgrenzen überwindet.

Ein Sinnbild dafür ist der Musiker Tlako, mit vollem Namen Potlako Meinhardt Thandiwe Mokgadi. Er bereicherte als „Soultrain“ die Vernissage. Für ihn ist Musik die einzige internationale Sprache die jeder versteht. Seine Interpretation von Bob Marleys „No woman, no cry“ musste am Sonntag niemand übersetzen. Tlako setzt auf Gefühl und Kommunikation.

 

Guido Raith: Technik allein genügt nicht

Das gilt auch für den Fotografen Guido Raith. „Die Technik genügt nicht, um sich ein Bild zu machen“, sagte er in seiner Ansprache. Um ein gutes Porträt abzuliefern müsse sich der Fotograf mit den Menschen auseinandersetzen. „Ganz am Ende ist dann das Bild gefunden – in einem Moment aus gefrorenem Licht.“ Ganz bewusst habe er sich für schwarz-weiß Aufnahmen entschieden. „Schwarz-weiß ist Farbe genug“, zitierte Guido Raith die Fotojournalistin Barbara Klemm. Die Betrachter seiner Bilder sollen nicht durch Farbe abgelenkt und durch Reduktion auf das Wesen der Porträtierten hingeführt werden.

Dorna Hatamlooy und Ulrike Tütemann schlossen in ihren Dank an die Zuschussgeber auch Museumsleiter Dr. Eckhard Trox ein. Für ihn seine die Ausstellung eine „Herzensangelegenheit“ gewesen. Er habe den Verein bei der Vorbereitung in jeder Hinsicht unterstützt.

Die Ausstellung dauert bis zum 29. September.

Museen der Stadt Lüdenscheid

Sauerfelder Straße 14
Tel.: 02351 / 17-1496
Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags 11 bis 18 Uhr
Eintritt frei, auf Anfrage können Veranstaltungen und Führungen nach vorheriger Absprache auch am Montag und Dienstag durchgeführt werden.

 

 

 

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