Vertreter der Stadtverwaltung, des Stadtmarketings, der IT Südwestfalen AG und der Lüdenscheider Gastronomie und des Einzelhandels sowie des Altstadtvereins freuen sich über einen gelungenen Auftakt ihrer Kooperation und den Start des Freifunknetzes in Lüdenscheid.

Lüdenscheid. Was in vielen Städten Deutschlands zur Normalität geworden ist, erhält nun auch in Lüdenscheid Einzug: kostenloses Internet in der Lüdenscheider Innenstadt. Möglich macht es die Freifunkinitiative.

Kooperation schafft freies Internet

Das Freifunklager in Lüdenscheid ist noch gut gefüllt. 100 Router werden jetzt an Händler udn Gastronomen verteilt. Foto: Privat
Das Freifunklager in Lüdenscheid ist noch gut gefüllt. 100 Router werden jetzt an Händler udn Gastronomen verteilt. Foto: Privat

Kostenloses WLAN. Ohne Zeit- und Datenbeschränkung, ohne Registrierung und ohne Werbung. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Nein, ist Wirklichkeit. Und für die Lüdenscheider bald greifbar. Denn Lüdenscheid ist jetzt Freifunk-Stadt. 100 Router werden aktuell an Einzelhändler und Gastronomen in der Lüdenscheider Innenstadt verteilt. Kostenlos. Möglich macht das eine Kooperation des Lüdenscheider Stadtmarketings und der IT-Südwestfalen AG.

Das Stadtmarketing hat die Router angeschafft und die IT-Experten der IT Südwestfalen AG leisten den technischen Support. Und das ehrenamtlich. „Meine Mitarbeiter finden das Projekt so gut, dass Sie sich ehrenamtlich damit befassen“, lobte Jens Braeuker das Engagement seiner Mitarbeiter im Pressegespräch am gestrigen Mittwoch in der Lüdenscheider Oberstadt.

Flächendeckendes Netzwerk

Die 100 Router, die das Lüdenscheider Stadtmarketing angeschafft hat, bilden jetzt nach und nach ein flächendeckendes Netzwerk entlang der Haupteinkaufsmeile von der Oberstadt bis hin zum Knapp. „Wir fangen jetzt hier an und gehen dann bis an die Knapper Straße. Die Gespräche mit den jeweiligen Händlern und Vereinen laufen bereits“, erklärte Stadtmarketing-Chef André Westermann.

Jan-Frederik Seuster von der IT Südwestfalen AG installiert den ersten Router im Kaffee Fabriksken in Lüdenscheid. Foto: Privat
Jan-Frederik Seuster von der IT Südwestfalen AG installiert den ersten Router im Kaffee Fabriksken in Lüdenscheid. Foto: Privat

Das so entstehende Freifunknetzwerk ermöglicht den Passanten und Besuchern von Gastronomie und Handel dann den kostenlosen Surfspass. Dafür ist lediglich die WLAN-Verbindung des eigenen Smartphones, Tablet oder Laptop mit dem Freifunknetz notwendig. Und das auch nur einmalig. Denn in Zukunft verbindet sich das gerät dann automatisch mit einem verfügbaren Freifunknetz. So kann man dann, wenn alle Lücken geschlossen sind, von der Hochstraße bis zur Knapper Straße im Freifunknetz surfen. Ohne Abbrüche. Und auch in anderen Städten, in denen ein Freifunknetz verfügbar ist, verbindet sich das Handy automatisch mit dem Netz.

Viel Vorlauf und Stadt im Boot

Die Idee, das Freifunknetz in Lüdenscheid stark voran zu treiben ist nicht neu. Bereits im Rahmen einer Veranstaltung im Mai diesen Jahres verkündete Jens Braeuker, dass er 20 Router kaufen und verteilen wolle. Seit dem ist viel passiert. Es wurden Gespräche mit der Stadtverwaltung und dem Stadtmarketing geführt und auch rechtlich hat mich sich beraten lassen. Herausgekommen ist die aktuelle Kooperation. Zudem hat man auch grünes Licht seitens der Stadtverwaltung bekommen.

Jens Braeuker , Julian Bogdanski und Danny Fischer im Mai 2015. Der Grundstein für die Freifunk-Offensive in Lüdenscheid wurde gelegt. Foto: Parnemann
Jens Braeuker , Julian Bogdanski und Danny Fischer im Mai 2015. Der Grundstein für die Freifunk-Offensive in Lüdenscheid wurde gelegt. Foto: Parnemann

Die ermöglicht nun auch das Aufstellen von Freifunkroutern an öffentlichen Gebäuden wie etwa dem Rathaus, der Stadtbücherei und weiteren Einrichtungen. So soll das geplante Netzwerk noch weiter geschlossen werden. „Für uns war es wirklich wichtig, die Stadt im Boot zu haben“, betone Braeuker im Gespräch mit unserer Redaktion. „So können wir auch die städtischen Gebäude nutzen, um dort Router zu platzieren und wirklich ein flächendeckendes Netzwerk in der Innenstadt zu schaffen“, so Braeuker weiter. Anstatt selbst 20 Router anzuschaffen, wurde man so nun zum technischen Dienstleister rund um das Lüdenscheider Freifunknetz. „Meine Mitarbeiter dienen den Aufstellern als Ansprechpartner für die Installation oder bei Problemen. Zudem kümmern wir uns um das Aufspielen der Software auf die Router.“

Rechtlich auf der sicheren Seite

Die lange Vorlaufzeit hat man auch genutzt, um sich rechtlich bis ins Detail beraten zu lassen, um auch die letzten offenen Fragen klären zu können. Die Erkenntnis: „Es gibt keine Fallstricke“, so Braeuker. Wer einen Freifunkrouter in seinem Geschäft aufstellt, gibt diesem lediglich einen Zugang zum Internetanschluss. Hier baut der Router eine eigene Verbindung zum Freifunknetz auf, über die die Nutzer dann surfen können. Der Aufsteller selbst setzt sich so keinem Risiko aus.

Unterstütze uns auf Steady
Ich bin 31 Jahre jung und gehöre zur viel besprochenen Generation Y. Seit 1999 nutze ich digitale Kommunikationswege und seit 2012 bin ich Online-Unternehmer und berate und betreue Unternehmen als Social Media Experte.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here