Jacqueline Feldmann setzte mit ihrem Programm "Zum Glück verrückt!" am Samstag den Schlusspunkt unter die Lüdenscheider Kleinkunsttage 2017. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „Wo kommt Ihr her?“ Jacqueline Feldmann steht mitten im Publikum und sortiert. Zwei Besucher aus Holzwickede sind dabei. Spontan spendiert die Comedienne den beiden eine Cola. Und weiter geht’s. Das Nachwuchstalent auf der Comedy-Szene ist nah am Publikum und hat die Lacher mit ihrer charmant-schnoddrigen Art gleich auf ihrer Seite. Ihr Auftritt war ein gelungener Abschluss der Lüdenscheider Kleinkunsttage 2017.

Zum Abschluss „Zum Glück verrückt!“

„Zum Glück verrückt“: So hieß das Programm, das die 22-jährige Plettenbergerin beim Finale im Wettbewerb um die „Lüdenscheider Lüsterklemme“ der Sparkasse Lüdenscheid am Samstag im Kulturhaus präsentierte.

Profi seit 2016

Der Programmtitel passt zu der jungen Frau, die 2016 ihre Laufbahn ihn der Finanzverwaltung endgültig gegen eine Karriere auf der Bühne eingetauscht hat. Dazu war sie auf jeden Fall verrückt genug. Leicht sei ihr dieser Entschluss nicht gefallen, bekannte sie. „Die Arbeit hat mir Spaß gemacht. Aber die Leute . . .“, plauderte sie aus dem Nähkästchen. Finanzamt und Irrenanstalt: „Sie unterscheiden sich nur durch die Telefonnummer. Stellt Euch doch mal ab 16 Uhr an die Bahnhofstraße und schaut zu, wer da alles rauskommt.“

Alles hat eine komische Seite

Das wirkliche Leben hat es Jaqueline Feldmann angetan. Sie sieht es nur ein wenig überspitzt. Ob mit der Freundin im Fitnessstudio, mit der Mutter als Beifahrerin im Auto, bei Partys in der WG, bei Festivals, die stets von Unwettern heimgesucht werden: Jeder kennt diese Situationen, die oft gar nicht so witzig sind. Jacqueline Feldmann gewinnt ihnen eine komische Seite ab. Sie trifft den Nerv. Das Publikum versteht und lacht. Ihr Credo: „Wenn alle nur wenig verrückter und zufriedener wären, dann wäre die Welt besser.“

Spagat zwischen den Generationen

Jacqueline Feldmann performt auf eine selbstsichere, lockere, charmant-freche und authentische Art. Ihre komischen Geschichten sind gut beobachtete Situationen ihres Alltags. Damit schafft sie den Spagat zwischen zwei Generationen: Dem jungen Publikum, das am Samstag gut vertreten war, dient sie als Identifikationsfigur. Dem älteren Publikum gibt sie einen faszinierenden Einblick in das Leben einer jungen Frau.

Jetzt läuft die Auswertung

Wer soll die „Lüdenscheider Lüsterklemme“ und den Preis in Höhe von 1500 Euro erhalten? Diese Frage ist für einen Einzelnen oder eine Jury nicht leicht zu beantworten. Deshalb ist die Lüdenscheider Lüsterklemme ein Publikumspreis.  Bei allen fünf Veranstaltungen lagen Stimmkarten aus, mit denen in vier Kategorien Schulnoten vergeben werden konnten.  Das Ergebnis der Auswertung ist in Kürze hier zu lesen.

 

 

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