Schüler der Astrid-Lindgren-Schule im Unterricht. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk). Die Neuordnung der Förderschullandschaft im südlichen Märkischen Kreis nimmt konkrete Formen an. Jetzt fassten die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses den entsprechenden Beschluss.
Die erste politische Entscheidung auf Kreisebene für die Zusammenlegung von Förderschulen im südlichen Kreisgebiet bei Beibehaltung der Standorte vor Ort ist gefallen. Einstimmig votierten die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses in ihrer jüngsten Sitzung für den Vorschlag der Verwaltung. Kreisausschuss und Kreistag müssen ebenfalls noch entscheiden.
Das wurde beschlossen:

• Die Astrid-Lindgren-Schule, Förderschule des Kreises mit dem Förderschwerpunkt Sprache in Lüdenscheid, wird zum 31. Juli 2015 aufgelöst.

• Die Erich-Kästner-Schule, Förderschule des Kreises mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in Lüdenscheid, wird zum 1. August 2015 um den Förderschwerpunkt Sprache erweitert.

• Die Erich-Kästner-Schule wird ebenfalls ab dem 1. August 2015 um den Förderschwerpunkt Lernen erweitert.

• Am Standort Altena, jetzt noch Schule am Drehscheider Berg, wird zum 1. August 2015 ein Teilstandort der Erich-Kästner-Schule errichtet.

• Am Standort Meinerzhagen (Verbundschule Volmetal), wird zum 1. August 2016 ein Teilstandort der Erich-Kästner-Schule errichtet.

Die Kommunalparlamente in Altena, Kierspe und Meinerzhagen hatten bereits im Vorfeld der Auflösung ihrer Förderschulen zugestimmt und ihrerseits „grünes Licht“ für eine Zusammenlegung mit den Einrichtungen des Märkischen Kreises gegeben.

Auslöser für die Anpassung, so der Fachbereichsleiter Jugend und Bildung beim Märkischen Kreis, Eckehard Beck, sei das Thema Inklusion und der dadurch verschärfte Rückgang der Schülerzahlen an den Förderschulen. „Die Zahlen werden weiter abnehmen. Die Folge sind weitere Zusammenlegungen“, so Beck. Er prognostizierte aufgrund der Gesetzeslage vor allem bei den Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen einen Einbruch bei den Schülerzahlen von 50 bis 60 Prozent. Ab Januar, so der Fachbereichsleiter, werde die Schulaufsicht alle Schulen im Zuständigkeitsbereich des Märkischen Kreises auf dem Weg zur Fusion begleiten.

Eine Folge des Zusammenlegung-Beschlusses ist die notwendige Änderung der Schuleinzugsbereiche für die Förderschulen. Auch dem stimmten die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses ohne Ausnahme zu. Die Neufassung der Rechtsverordnung tritt bereits am 1. Januar in Kraft, die alte entsprechend außer Kraft.

Rückläufig sind auch die Schülerzahlen an den Berufskollegs in Trägerschaft des Märkischen Kreises. Das geht aus der Verwaltungsvorlage für die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes hervor. Im laufenden Schuljahr werden 12.345 Jungen und Mädchen an den Berufskollegs unterrichtet. Deren Zahl geht um gut drei Prozent auf 11.969 zurück. Leicht gestiegen, um sieben Schüler, ist lediglich der Baubereich. Die prozentual höchsten Verluste zum Vorjahr haben die Bereiche Ernährung und Hauswirtschaft mit fast 30 Prozent sowie die Informationstechnologie mit 26 Prozent und die Körperpflege mit knapp 25 Prozent.

Einstimmig votierten die Mitglieder im Schul- und Sportausschuss auch für die von der Verwaltung vorgeschlagenen Haushaltsansätze im Bereich Jugend und Schule. Der Etat weist rund 9,44 Millionen Euro aus.

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