Sechs Arbeitsgruppen kümmen sich um Flüchtlinge in Meinerzhagen udn helfen bei der Integration. Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. Sechs Arbeitsgruppen kümmern sich um die Flüchtlinge in Meinerzhagen. Und das mit Erfolg. Zum Runden Tisch, einem Treffen der in der Flüchtlingsarbeit Aktiven, rollten auch etliche Flüchtlinge an. – Auf Rädern, die sie in der „Fahrradwerkstatt“ selbst repariert und in einen verkehrstüchtigen Zustand gebracht hatten.

Hermann-Josef Lobner, der das Treffen moderierte, stellte fest: „Es ist eine Menge ans Laufen gekommen.“ Im Herbst 2014 hatte sich Meinerzhagener zusammengefunden, um den Menschen zu helfen, die vor Bürgerkrieg, Terror und Verfolgung geflüchtet waren. Das Ziel: die Integration fördern. Das soziale Bürgerzentrum „Mittendrin“ ist zur Drehscheibe für die Hilfe geworden, ist Anlaufpunkt für die Migranten, die Hilfe brauchen oder die sich treffen wollen.

Weitere Helfer willkommen

Beim Treffen in der Stadthalle tauschten die Arbeitsgruppen sich aus. Foto: Rüdiger Kahlke

Die Hilfe steht und fällt aber mit Menschen, die sich engagieren. Inzwischen sind etliche Patenschaften entstanden. Weitere Interessenten, die sich einbringen möchten, sind erwünscht. Von Vorteil ist dabei, dass die Flüchtlinge in Wohngruppen in Mietwohnungen untergebracht werden mussten, weil die zentrale Unterkunft an der Immecker Straße wegen unzumutbarer Verhältnisse komplett renoviert werden musste. Nachdem der Ortsverband der Grünen auf diese Probleme aufmerksam gemacht hatte, kam die Hilfe ins Rollen. Die Meinerzhagener Wohnungsgesellschaft (MBG) stellte in ihren Häusern Wohnungen zur Verfügung. Bürger halfen mit Einrichtungsgegenständen.

Inzwischen hat sich auch eine Arbeitsgruppe gefunden, die neu zugewiesene Flüchtlinge empfängt und sie begleitet. Sie hilft Fragen zu klären, wo man einkaufen kann oder gibt Tipps zur ersten Orientierung im neuen Lebensumfeld. Dank ehrenamtlichen Engagements konnten auch zehn Deutschkurse eingerichtet werden. Sprachkenntnisse gelten als Schlüssel zur Integration. Bei dem Treffen in der Stadthalle konnten einige Flüchtlinge ihren Mitbewohnern, die noch nicht so weit waren, schon übersetzen, um was es ging.

Eigene Homepage informiert

Ein Flyer mit Informationen für Flüchtlinge ist in Arbeit. Eine Homepage informiert über die Angebote des Arbeitskreises und die Hilfsmöglichkeiten. Im Bürgerzentrum Mittendrin wird jeweils dienstags, 15 bis 17 Uhr eine Sprechstunde angeboten. Die ist, so Lobner, „zu einer Anlaufstelle“ geworden. Und beim „Autofreien Volmetal“ am 21. Juni wollen sich der Arbeitskreis und die Flüchtlinge auch präsentieren. In welcher Form ist noch offen. Ein Beispiel für Nachhaltigkeit wird es auf jeden Fall sein. Denn etliche der Flüchtlinge werden auf Fahrrädern dabei sein, die sie selbst zu neuem Leben erweckt haben.


 

Info:

Arbeitsgruppen gibt es zu dem Themen:

  • Fahrradwerkstatt
  • Elementar-Sprachkurse
  • Betreuer/Paten für Einzelpersonen oder wohngruppen
  • Begrüßung und Begleitung von Neuankömmlingen
  • Möbeltransport und Heimwerkerarbeiten
  • Aktionsstand „Autofreies Volmetal“

Die Homepages findet sich unter: http://ps-metal.de/ak-fluechtlinge/indexak.htm

Sprechstunde: Dienstags, 15 – 15 Uhr, Soziales Bürgerzentrum Mittendrin, Prumbornweg 3

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