Auch bei der Ausstellungseröffnung im Kreishaus war die Stimmung prima. Foto: Ursula Erkens/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) . Winterlandschaft im Nebel, Blüten und Beeren vom Frost überrascht, Weihnachtsdekoration und Schaufensterauslagen, Himmel, Wolken, Bäume aber auch Dornen und Stacheldraht – das Spektrum der Fotoausstellung „Unknown Reality“ im Lüdenscheider Kreishaus ist vielschichtig.

Es ist der besondere Blick der in Lüdenscheid angekommenen oder gestrandeten Flüchtlingen auf ihre neue Umgebung, der die Ausstellung außergewöhnlich macht. Als einen in „mehrfachem Sinn kreativen Ansatz der Flüchtlingshilfe“, würdigte Landrat Thomas Gemke daher im Beisein von Bürgermeister Dieter Dzewas das Fotoprojekt der Lüdenscheider Flüchtlingshilfe „Local-Aid“. Auf ihre Initiative hin bot die Erzieherin und Kunstpädagogin Christina Appelt im Herbst letzten Jahres einen Fotoworkshop an.

Fotografieren, kochen lachen

Abseits von Herkunft, Religion und Sprachschwierigkeiten fanden Menschen wie die bei der Eröffnung anwesende Journalistin Khozama Razouk aus Syrien, der Automechaniker Abdel Basir Rostami aus Afghanistan oder der Fotojournalist Moosa Baloch aus Belutschistan durch den kreativen Austausch über Kameratechnik, Fotomotiven, Blendeneinstellung, Perspektive und Kontrasten zu einander. Die Suche nach dem perfekten Bild, dem perfekten Ausdruck lenkte von Alltagssorgen ab. Bald wurde nicht nur fotografiert sondern auch miteinander gekocht und gelacht. Die Wanderausstellung „Unknown Reality“ ist bis zum 1. Juli zu Gast im Foyer des Lüdenscheider Kreishauses.

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here