150 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer werden im Lüdenscheider Berufskolleg des Märkischen Kreises untergebracht. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Lüdenscheid/Halver. (pmk) Der Märkische Kreis hat alle Vorbereitungen getroffen, um 330 Flüchtlinge aufnehmen zu können. Diese Meldung übermittelte der Einsatzstab an die Bezirksregierung in Arnsberg. 150 Personen können in der Turnhalle der kreiseigenen Berufskollegs am Raithelplatz in Lüdenscheid unterkommen, 150 Männer, Frauen und Kinder können in die ehemalige Förderschule „An der Susannenhöhe“ in Halver einziehen, 30 Flüchtlinge kann der Kreis in der Almelo-Sporthalle in Iserlohn unterbringen. Die Suche nach einer weiteren Unterbringungsmöglichkeit blieb bislang erfolglos.

Überwiegend eigenes Personal im Einsatz

„Wir stemmen das als Kreisverwaltung weitestgehend mit eigenem Personal. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich nach einem Aufruf oder eine gezielten Ansprache erfreulicherweise sofort bereiterklärt mitzumachen. Ohne die massive und tatkräftige Unterstützung der Hilfsorganisationen wäre es trotzdem nicht möglich gewesen“, so Landrat Thomas Gemke. Er dankt auch der Stadt Iserlohn, dass 30 Flüchtlinge in der Almelo-Sporthalle untergebracht werden können. Die Anwohner rund um die Berufskollegs am Raithelplatz in Lüdenscheid wurden bereits am Donnerstag schriftlich davon unterrichtet, dass die Flüchtlinge am nächsten Tag kommen werden. Im Katastrophenschutz- und Lagezentrum des Lüdenscheider Kreishauses trifft sich regelmäßig ein vom Landrat eingesetzter Einsatzstab.

Flüchtlinge bleiben mindestens bis Februar 2016

Mit dem Malteser Hilfsdienst hat der Märkische Kreis eine Hilfsorganisation gefunden, die in dessen Auftrag ab dem 1. Oktober die Einrichtungen in Lüdenscheid und Halver betreibt. Mittelfristig plant der Kreis auch, das kreiseigene Gebäude der KDVZ Citkomm am Griesenbrauck in Iserlohn als Flüchtlingsunterkunft herzurichten.

Die Verwaltungsspitze bereitet die Aufnahme der Flüchtlinge vor. Foto: Ursula Erkens/Märkischer Kreis
Die Verwaltungsspitze bereitet die Aufnahme der Flüchtlinge vor. Foto: Ursula Erkens/Märkischer Kreis

Die KDVZ zieht dort bekanntlich alsbald aus. Wie von der Regierungspräsidentin dem Landrat mitgeteilt, muss der Kreis davon ausgehen, dass die zugewiesenen Flüchtlinge bis mindestens Februar nächsten Jahres im Märkischen Kreis bleiben.

Bürgertelefon eingerichtet

Ein Bürgertelefon wurde eingerichtet, es ist am heutigen Freitag noch bis 20 Uhr und am Samstag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr besetzt. Die Mitarbeiter dort beantworten alle Fragen nach bestem Wissen und Können. Die Rufnummer lautet: 02351/966-8350. Es ist auch eine E-Mai-Adresse eingerichtet: notunterkunft@maerkischer-kreis.de. Auf der Internet-Seite des Kreises gibt es viele Informationen unter www.maerkischer-kreis.de.

Für alle diejenigen, die sich für die Flüchtlinge engagieren oder spenden möchten, ist vom Zu-sammenschluss der ev. Johanneskirchengemeinde, der ev. Kirchengemeinde Brügge/Lösenbach, der ev. freikirchlichen Gemeinde Gottes und der kath. Gemeinde Maria Königin eine Informationsveranstaltung terminiert. Sie findet statt am Samstag, 19. September, 15 Uhr, im Gemeindezentrum Lösenbach, Schulstraße 3, in Lüdenscheid.

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