Das Lüdenscheider "Bündnis gegen Rechts" ruft zum Protest gegen die Abschiebung einer albanischen Familie auf.

Lüdenscheid. Das Lüdenscheider „Bündnis gegen Rechts“ will am Samstag, 21. November, mit einer Demonstration auf die Ursachen aufmerksam machen, die Menschen weltweit aus ihren Heimatländern vertreiben. Das Motto lautet „Fluchtursachen bekämpfen“. „Diese Anliegen wollen wir mit einer großen, bunten, friedlichen und lauten Demonstration deutlich machen“, heißt es in einer Mitteilung des „Bündnis gegen Rechts“.

60 Millionen Menschen auf der Flucht

Sechzig Millionen Menschen sind zurzeit auf der Flucht. Als wesentliche Ursachen dafür zählt das Bündnis Hunger, Krieg (z.B. aktuell in Afghanistan, Syrien, Sudan und Mali, Armut, Ausbeutung, Diskriminierung, Rassismus, religiöser Fundamentalismus und das Versagen der herrschenden Politik auf. Bündnis

„Denjenigen, die es trotz Stacheldraht und Militäreinsätzen in die Festung Europa geschafft haben, stehen zig Tausenden gegenüber, die getötet wurden oder in Montenegro, Serbien oder Griechenland zusammengepfercht wurden und werden“, heißt es weiter. „Nur ein Bruchteil der Geflüchteten kommt überhaupt in Europa an. Der überwiegende Teil der Betroffenen, bleibt im eigenen Land, oder flieht in umliegende Länder.“

Banken und Konzerne verdienten Milliarden an Rüstungsexporten, vor Allem in die sogenannte „dritte Welt“, veranstalteten Kriege und destabilisierten ganze Staaten. „Und dann wundern sich viele, dass Menschen nach Deutschland fliehen?“, fragt das Bündnis gegen Rechts.

Gewalt und massiver sexueller Missbrauch

Die geflüchteten Menschen seien nicht Schuld an der Situation, sondern diejenigen, die für die Fluchtursachen verantwortlich seien. Die, die am meisten unter der Katastrophe zu leiden hätten, seien alte Menschen, Kranke, Menschen mit Behinderung, Frauen und Kinder. „Frauen und Kinder leiden besonders an der Gewalt und sind massivem sexuellem Missbrauch ausgesetzt.“

„ Wir sitzen alle in einem Boot: Egal ob auf Lampedusa, als Hartz 4 Empfängerin oder Obdachloser. Der Reichtum der Einen, ist die Armut der Anderen!“, stellt das Bündnis gegen Rechts fest.

Rüstungsexporte verbieten

„Unter anderem auch wegen unserer Geschichte, sind wir dazu verpflichtet, aus Sicht der Menschenrechte und aus humanistischen Gründen die Flüchtlinge hier aufzunehmen. Um jedoch Fluchtursachen generell zu bekämpfen, reicht das willkommen heißen und Aufnehmen der Geflüchteten nicht aus. Daher fordern wir als Bündnis gegen Rechts Lüdenscheid:
Verbot aller Rüstungsexporte
Verbot aller faschistischen/rassistischen Parteien und Organisationen
Änderung der herrschenden Politik
Keine Schaffung von Transitzonen
Veränderung des herrschenden Wirtschaftssystems.“

 

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