Für reichlich Rauch im Gebäude sorgten feuerwehreigene Nebelgeräte. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg

Plettenberg. Optimale Übungsbedingungen fanden die Einsatzkräfte des Löschzuges 3 (Eiringhausen/Ohle/Selscheid) am vergangenen Freitag in dem als Flüchtlingsunterkunft geplanten, zurzeit aber leerstehenden Gebäude am Friedhahn in Ohle vor.

Tobias Grothe, stellvertretender Löschzugführer des dritten Zuges, hatte sich im Vorfeld reichlich Mühe gegeben die Übung unter anderem mit Nebelgeräten möglichst realistisch darzustellen.

„Brand in einer Flüchtlingseinrichtung“, so lautete die Meldung für die alarmierten Einheiten unter der Leitung des ebenfalls stellvertretenden Löschzugführers Garvin Pestka, der die Gesamteinsatzleitung übernahm.

Über Zugänge von zwei Seiten drangen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung in das völlig verrauchte Gebäude vor. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg
Über Zugänge von zwei Seiten drangen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung in das völlig verrauchte Gebäude vor. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg

Als die ersten Einsatzkräfte, die kurz nach 17.30 Uhr alarmiert worden waren, am Übungsobjekt eintrafen, drang dichter Rauch aus dem ehemaligen Fabrikgebäude. Laut ersten Erkenntnissen galten acht Personen, darunter auch zwei Kinder, als vermisst. Umgehend wurde in Zusammenarbeit der drei Löschgruppen die Menschenrettung durchgeführt. Über zwei unterschiedliche Zugänge drangen insgesamt sechs Trupps unter schwerem Atemschutz zu den Vermissten vor.

Kontrolle der Atemschutztrupps

Gleichzeitig musste eine Löschwasserversorgung zur Brandbekämpfung von in der Nähe befindlichen Hydranten zu den Löschfahrzeugen sichergestellt und eine Patientenablage für die Geretteten zur Erstversorgung eingerichtet werden. Auch die Überwachung der eingesetzten Atemschutztrupps durch einen eigens dafür abgestellten Atemschutzcontroller, der die Zeit- und Atemluftdruckwerte während des Einsatzes ständig überwachte, war ein Ziel des umfangreichen Übungsszenarios.

Die beiden Brandoberinspektoren Grothe und Pestka beurteilten das Übungsergebnis als insgesamt zufriedenstellend. Die Übungsnachbesprechung wurde im Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Selscheid durchgeführt.

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