Schalksmühle/Breckerfeld/Herne. Zu einer gemeinsamen großangelegten Übung trafen sich am Samstag (9. April) die Löschgruppe Dahlerbrück, der Löschzug „In der Wanne“ der Feuerwehr Herne sowie der Löschzug Breckerfeld in Schalksmühle.

Um 14.30 Uhr rückten die ersten Kräfte mit dem Einsatzstichwort „Unklare Rauchentwicklung – Firma Vedder“ in Richtung Asenbach auch. Die Lage stellte sich vor Ort schlimmer dar, als anfangs gemeldet. Aus dem verwinkelten Übungsobjekt schlugen bereits Flammen, aus mehreren Fenstern drang dichter Rauch. Eingeschlossene Personen standen an offenen Fenstern und riefen um Hilfe. Die Einsatzleitung ordnete daher unverzüglich eine sogenannte Alarmstufenerhöhung an. Alle weiteren Kräfte der drei Kommunen rückten nun mit dem Stichwort „Feuer 2 – Gebäudebrand“ zur Einsatzstelle aus.

Schnelle Menschenrettung

Für eine schnelle Menschenrettung brachte sich zunächst die Drehleiter der Feuerwehr Breckerfeld vor dem Gebäude in Stellung. Auf diese Weise konnten die eingeschlossenen Personen zügig nacheinander aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Gleichzeitig wurde eine Wasserversorgung für die Menschenrettung und anschließende Brandbekämpfung hergestellt.

Einsatz unter schwerem Atemschutz

Einsatz unter schwerem Atemschutz ist anstrengend. Foto: Feuerwehr Schalksmühle
Einsatz unter schwerem Atemschutz ist anstrengend. Foto: Feuerwehr Schalksmühle

Ebenfalls zur gleichen Zeit trafen zwei Angriffstrupps mit Atemschutzgeräten notwendige Maßnahmen, um die noch vermissten Personen finden und aus dem Brandobjekt retten zu können. Ein Atemschutztrupp übernahm hierbei die Funktion eines Sicherheitstrupps, damit im Notfall der Angriffstrupp selbst aus dem Gebäude hätte gerettet werden können.

Extremsituation

Die Firma wurde mit einer Nebelmaschine derart „verraucht“, dass die nach und nach insgesamt vier eingesetzten Angriffstrupps im Innenangriff teilweise die Hand vor Augen nicht sehen konnten. Diese realitätsnahe Extremsituation stellte für die eingesetzten Feuerwehrmänner eine große Belastung dar, welche gleichzeitig aber schnelles Handeln und höchste Konzentration erforderte. Nur so konnte die zuvor im Atemschutzlehrgang geschulte spezielle Suchtaktik effektiv angewendet werden.

Atemschutznotfall simuliert

Übungseinsatz für die Drehleiter aus Breckerfeld. Foto: Feuerwehr Schalksmühle
Übungseinsatz für die Drehleiter aus Breckerfeld. Foto: Feuerwehr Schalksmühle

Im Rahmen der Übung wurde auch ein Atemschutznotfall simuliert. Ein Angriffstrupp war über einen kritischen Zeitraum hinweg nicht über Funk erreichbar. Der Sicherheitstrupp musste daher das Brandobjekt betreten und den betroffenen Trupp suchen. Nachdem der Kontakt zum Angriffstrupp hergestellt wurde, konnte an dieser Stelle schnell Entwarnung gegeben werden: Der Angriffstrupp war wohlauf, lediglich die Funktechnik war verstellt und somit nicht einsatzbereit.

Insgesamt sieben verletzte bzw. eingeschlossene Personen wurden aus dem Übungsobjekt gerettet. Diese wurden teilweise durch Dummys und teilweise von Notfalldarstellern des Jugendrotkreuzes Lüdenscheid simuliert. Die Feuerwehr dankt den juntgen Leuten für die gute und engagierte Arbeit.

40 Feuerwehrleute und neun Fahrzeuge

An der Übung waren weiterhin über 40 Angehörige mit neun Fahrzeugen der teilnehmenden Freiwilligen Feuerwehren beteiligt, die allesamt zu einem guten Ergebnis beitrugen. Die Asenbach musste im Zuge der Übung teilweise komplett gesperrt werden.

Nach Übungsende und dem anschließenden Aufräumen, trafen sich alle Feuerwehrleute gegen 16.30 Uhr zu einer Übungsbesprechung und anschließendem gemütlichen Zusammensein am Grill am Gerätehaus der Löschgruppe Dahlerbrück. Die aktive Pflege der Feuerwehr-Freundschaft ist allen Beteiligten sehr wichtig. Seit über 45 Jahren treffen sich die Einheit Dahlerbrück und der Löschzug In der Wanne schon zu Übungen und zur Kameradschaftspflege. Besonders erfreulich ist der regelmäßige Besuch und Austausch der Alters- und Ehrenabteilungen. Auch die Teilnahme des Löschzugs Breckerfeld an der Übung führte zu rundum positiven Reaktionen. Wichtig wurde die gute Zusammenarbeit der beiden Nachbarkommunen über diese Übung hinaus bereits schon bei mehreren Realeinsätzen.

Ein herzliches Dankeschön möchten alle beteiligten Feuerwehren an den Gebäudeeigentümer richten, der ohne zu zögern sein Firmengebäude für diese Übung zur Verfügung gestellt hatte.

Fotos in der Galerie: ©Feuerwehr Schalksmühle

 

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