Die Feuerwehr absolvierte eine Großübung am Friedhahn in Ohle.

Plettenberg. (ots) Die für Flüchtlinge vorgeplante Asylunterkunft am Friedhahn in Ohle war am Samstagnachmittag (8. April) der Ort für eine Großübung der Plettenberger Feuerwehreinheiten.

Angenommen wurde, dass sich die hauptberuflichen Kräfte in einem Paralleleinsatz befanden. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Küchenbereich des ehemaligen Fabrikgebäudes, befanden sich 20 Personen in der Unterkunft. Der Brand breitete sich sehr schnell aus und erfasste den kompletten hinteren Bereich des Übungsobjektes.

Mitglieder der Jugendfeuerwehr nahmen an der Übung teil.

Mit dem Stichwort „Entwickelter Brand in Gebäude“ wurden gegen 14 Uhr die ehrenamtlichen Kräfte der Einheiten aus Ohle, Eiringhausen, Selscheid, Stadtmitte und Holthausen alarmiert. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte auch durch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, welche außerhalb des Gefahrenbereiches eingesetzt wurden. Auf Grund der starken Rauchentwicklung wurde kurze Zeit später die Alarmstufe erhöht und die Löschgruppe Oestertal nachalarmiert.

Aufgaben und Ziele der Großübung, welche Brandoberinspektor Tobias Grothe ausgearbeitet hatte, waren die Rettung und Versorgung von den vermissten Bewohnern, eine umfangreiche Brandbekämpfung sowie das Herstellen einer gesicherten Löschwasserversorgung. Gleichzeitig überprüfte die Feuerwehr ihre Führungsstrukturen nach einem festgelegten Führungskonzept unter Bildung von mehreren Einsatzabschnitten.

Bürgermeister Ulrich Schulte beobachtete die Feuerwehrübung.

Zahlreiche Atemschutztrupps drangen in das durch Übungsnebel komplett verrauchte Gebäude vor. Schläuche mussten ausgerollt und Verletzte versorgt werden. Beobachtet und interessiert verfolgt wurde die Übung durch Bürgermeister Schulte und Ratsmitglieder aus sämtlichen Fraktionen.

„Die Übung war ein voller Erfolg, wir waren aber auch knapp an unserer Leistungsgrenze angekommen“, so der Leiter der Feuerwehr Markus Bauckhage in der späteren Nachbesprechung, an der auch die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask, welche zurzeit das Projekt „Feuerwehrensache“ begleitet, teilnahm.

Während der Großübung wurde der Grundschutz für die Plettenberger Bürger zusätzlich zur hauptberuflichen Wache durch die Einheit Landemert in der Hauptwache am Wall sichergestellt.

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