Schalksmühle. Die Löschgruppen Schalksmühle, Dahlerbrück und Hülscheid wurden am Mittwoch, 13. April, um 13.50 Uhr wegen eines Chemieunfalls in einem Unternehmen zur Hälverstraße alarmiert. Mitarbeiter hatten während eines Arbeitsprozesses die Bildung eines Gefahrenstoffes durch eine chemische Reaktion bemerkt und daraufhin das Gebäude verlassen und einen Notruf abgesetzt.

Weitläufiger Absperrbereich

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte richteten einen weitläufigen Absperrbereich ein, stellten den Brandschutz sicher und bauten sodann einen Dekontaminationsplatz auf. Dieser wurde benötigt, um zu verhindern, dass schädliche Stoffe von den vorgehenden Feuerwehrmännern im Chemikalienschutzanzug (CSA) aus dem Gefahrenbereich heraus getragen werden.

Schutz durch Chemikalienschutzanzüge

Ein Trupp unter CSA trennte die reaktiven Substanzen und fing diese in einem Behälter auf. Weiterhin wurde das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter quergelüftet. Anschließend fanden unter Beteiligung eines TUIS-Fachberaters (Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der chemischen Industrie) der Werkfeuerwehr Hexion (Iserlohn) aufwendige Messungen statt. Diese ergaben glücklicherweise keinen weiteren negativen Befund.

Die Chemikalienschutzanzüge schützen vor schädlichen Stoffen. Foto: Feuerwehr Schalksmühle
Die Chemikalienschutzanzüge schützen vor schädlichen Stoffen. Foto: Feuerwehr Schalksmühle

Zwei Mitarbeiter mussten einem Krankenhaus zugeführt werden. Der Einsatz wurde gegen 18 Uhr beendet.
Vor Ort waren insgesamt knapp 50 Einsatzkräfte, neben den drei Löschgruppen der Feuerwehr Schalksmühle waren darunter zwei TUIS Fachberater, das DRK Schalksmühle, der stellvertretende Kreisbrandmeister, ein RTW und die Polizei. Für die Schalksmühler Feuerwehr war dieser Einsatz seit längerer Zeit einer der größten im Bereich Chemie.

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