Sascha Ott riskierte alles: Aber der Luftballon hielt den Wasserschwall zurück. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Phänomenta ist immer für eine Überraschung gut. So beflügelte der 20. Geburtstag der Einrichtung offenbar Brückenbauer und Stadt. Die Brücke, die die Denkfabrik an der Bahnhofsallee mit dem Science-Center verbindet und den direkten Zugang vom Parkplatz zum Haupteingang ermöglicht, wurde am Samstag für Fußgänger freigegeben. Ein schönes Geburtstagsgeschenk für Dr. Johannes Pöpping.

Die Brücke zwischen Phänomenta und Denkfabrik: Endlich ist sie freigegeben. Foto: Wolfgang Teipel
Die Brücke zwischen Phänomenta und Denkfabrik: Endlich ist sie freigegeben. Foto: Wolfgang Teipel

Der Phänomenta-Leiter und sein Team hatten lange genug darauf gewartet. Mit dem Stoßseufzer „Endlich“ machte er seiner Erleichterung. Seit längerer Zeit war das Science-Center von zwei Baustellen umzingelt. Der Brückenschlag zog sich mehr als 18 Monate hin. Und auch an der Friedhofstraße wird noch immer gewerkelt.

Start in die neue Ära

Die offiziellen Gäste nutzten am Samstag die Gelegenheit, als erste die Brücke zu betreten. Zuvor hatte Bürgermeister Dieter Dzewas den Metallzaun, der bislang den Zugang zu dem Bauwerk verwehrte, energisch beiseite gerückt. Das war vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass die Phänomenta nach Umbau und erheblicher Erweiterung endlich in ihre neue Ära starten kann.

„Himmelsstürmer“-Ideen

In seiner Geburtstagsansprache hatte der Rathaus-Chef an das Engagement und die Zähigkeit erinnert, mit der die Phänomenta ins Leben gerufen und immer weiter entwickelt worden war. Er selbst sei bei „Himmelsstürmer“-Ideen, wie dem Bau des Turms mit dem Foucault’schen Pendel, anfangs ein wenig skeptisch gewesen. Schließlich seien solche Ideen nicht gerade typisch für die südwestflälische Mentalität. Stellvertretend für die Antreiber  nannte er Dr. Walter Hueck, der den Traum vom Turm nie aufgegeben habe. Heute sei das Bauwerk zusammen mit der Wissenschafts-Ausstellung ein Zeichen dafür, wie sich Lüdenscheid und Südwestfalen mit der finanziellen Unterstützung der „Regionale 2013“ weiterentwickelt habe.

Immer wieder neu erfinden

Nachhaltige Förderung von Bildung, Forschung und Wissenschaft, das habe sich die Phänomenta auf ihre Fahnen geschrieben, erklärte Leiter Dr. Johannes Pöpping in seiner Ansprache. Wichtig sei, dass sich das Science-Center, so wie in den vergangenen 20 Jahren, immer wieder neu erfinde. „Nur so können wir unsere Zukunftsfähigkeit erhalten.“ Dabei setzt er stark auf die Unterstützung der bisherigen Förderer und die Hilfe der Stadt Lüdenscheid.

Wissenschaft mit Knalleffekt

Sascha Ott präsentiert Wissenschaft mit Knalleffekt. Foto: Wolfgang Teipel
Sascha Ott präsentiert Wissenschaft mit Knalleffekt. Foto: Wolfgang Teipel

Wissenschaft mit Knalleffekt präsentierte im Unterhaltungsteil der Geburtstagsfeier Dr. Sascha Ott. Der Wissenschaftsjournalist macht aus physikalischen Phänomenen ein Spektakel. „Feuerball und Wasserschwall“, das Motto seiner ersten Show war dabei wörtlich zu nehmen. Mit ein wenig Feuer und Mehlstaub simulierte er eine Explosion und erinnerte damit an die Katastrophe, bei der die Bremer Rolandsmühle1956 völlig zerstört wurde. Ausgelöst durch einen Kabelbrand hatte damals die Mischung aus Mehlstaub und Sauerstoff zu einer gewaltigen Detonation geführt. In der zweiten Show mit Sascha Ott unter dem Titel „Rakete, Rennwagen und Co.“ ging es um Phänomene aus dem Themenkreis Bewegung.

Musik mit Binyo und Band

Ab 18 Uhr standen dann Binyo und Band auf der Bühne. Am frühen Nachmittag hatte bereits das Streicherensemble der Musikschule Lüdenscheid der Phänomenta ein Geburtstagsständchen gebracht. Im Phänorama, dem Raum unter dem Foucault’schen Pendel, erklang dabei „Happy Birthday to You“ in den unterschiedlichsten Versionen, mal ganz klassisch, als Filmmusik oder sogar als Tango.

Das Streicherensemble der Musikschule Lüdenscheid brachte der Phänomenta ein Geburtstagsständchen. Foto: Wolfgang Teipel
Das Streicherensemble der Musikschule Lüdenscheid brachte der Phänomenta ein Geburtstagsständchen. Foto: Wolfgang Teipel

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