Kunstsammler Klaus Crummenerl von den knalligen Werken von Rupprecht Geiger. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die reine Farbwirkung ist faszinierend und bei den Werken von Rupprecht Geiger besonders gut zu beobachten. Die Ausstellung „kunst.konkret01“ zeigt seine knalligen Werke in Rot, in denen der Künstler seine individuelle Handschrift zugunsten der einen Farbwirkung aufgegeben hat. Farbe ist das zentrale Thema dieser neue Ausstellung im Forum der Städtischen Galerie Lüdenscheid (bis 2. Oktober). Die Galerie und die Kunstfreunde Lüdenscheid (KFL) laden für Freitag, 17. Juni, 19 Uhr, zur Ausstellungseröffnung ein.

„kunst.konkret01“ zeigt Arbeiten aus den Sammlungen der Städtischen Galerie und der Kunststiftung Lüdenscheid, die 2014 gegründet wurde. Die Kunstsammler Doris und Klaus Crummenerl haben große Teile ihrer Sammlung in die Stiftung eingebracht. Diese Arbeiten befinden sich seither als unbefristete Dauerleihgabe im Besitz der Städtischen Galerie.

Werner Glörfeld – ein Lüdenscheider Künstler

„Wir zeigen eine kleine aber feine Ausstellung“, sagte Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen am Mittwoch bei einer Vorab-Präsentation. Sie hat Werke von Ruprecht Geiger, Thomas Link, Günter Fruhrtrunk, Otto Piene, Victor Bonato und anderen zusammengestellt, die sich in besonderer Weise dem Thema Farbe gewidmete haben. „Mit dabei ist auch Werner Glörfeld, ein Lüdenscheider Künstler, den heute kaum noch jemand kennt“, sagte Klaus Crummenerl am Mittwoch.

Eine Arbeit des Lüdenscheider Künstlers Werner Glörfeld. Foto: Wolfgang Teipel
Eine Arbeit des Lüdenscheider Künstlers Werner Glörfeld. Foto: Wolfgang Teipel

Viele dieser Beispiele moderner deutscher Kunst nach 1945 haben Doris und Klaus Crummenerl der Galerie überlassen. „Sie sollten nicht auf ewig in den Depots verstauben“, freut sich Susanne Conzen darüber, dass sie jetzt mit „kunst.konkret01“ im Forum ausstellen kann.

Die Farben explodierten

In den 1960er und 1970 explodierten die Farben. „Farbflächen kamen in Mode, weil plötzlich Farben auf Acrylbasis zu haben waren, mit den die Künstler experimentieren konnten“, erläuterte Klaus Crummenerl. „Außerdem wollte sich die Kunst öffnen, sozusagen Kunst für das Volk anbieten.“ Die Folge waren knallige Farbdrucke in vergleichsweise hoher Auflage zu erschwinglichen Preisen.

„Kunst.konkret01“ ist der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe, bei der Galerieleiterin Susanne Conzen weitere Präsentationen zu Schwerpunktthemen plant. „Unser Fundus gibt das her.“ Mit „kunst.konkret02“ sei im Herbst 2017 zu rechnen.

 

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