Meinerzhagen will sich als familienfreundliche Stadt weiterentwickeln.

Meinerzhagen. Meinerzhagen will sich weiter als familienfreundliche Stadt entwickeln. Sie verfolgt auch weiter das Ziel, eine Anlaufstelle für Familienfragen einzurichten. Ein Vertragsabschluss mit dem Verein „Familiengerechte Kommune“, dessen Logo die Stadt dann drei Jahre lang führen dürfte, kommt aber nicht infrage. Mit 17 500 Euro ist die Gebühr dafür zu teuer. Außerdem erscheint der Verwaltung der Verfahrensaufwand für die Anerkennung nach den Richtlinien des Vereins zu hoch.

SPD fordert Sachstandsbericht

Das ist kurz gefasst die Auffassung der Verwaltung, die sie auf einen Antrag der Meinerzhagener SPD-Ratsfraktion für der Ratssitzung am 13. April schriftlich erläutert. Die SPD hatte in ihrem Antrag an Bürgermeister Jan Nesselrath einen Sachstandsbericht zum Thema familienfreundliche Kommune gefordert. Außerdem mahnt sie die schnellstmögliche Umsetzung der Ratsbeschlüsse aus den Jahren 2012 und 2013 an, die sich mit dem Thema befassen.

Angebote und Förderungen sollen bleiben

Die familienspezifischen Angebote und Förderungen sollen beibehalten werden, heißt es im Papier der Verwaltung. Dazu zählen beispielsweise der Begrüßungsdienst für Neugeborene, die Ferienspiele, die Stöbertage für Grundschulkinder, die monatlichen Tanztees für Senioren, die Förderung der Altenbegegnung bei der AWO, dem DRK und den Kirchengemeinden, der Mahlzeitendienst „Essen auf Rädern“, die Ausgabe der Ehrenamtskarte, der Seniorennachmittag auf der Bigge oder auch die Verteilung von Weihnachtsgeschenken im Seniorenzentrum Wilhelm-Langemann-Haus. Auch die besondere finanzielle Förderung der Kindertagesstätten (etwa 240 000 Euro jährlich), des Bürgerzentrums „Mittendrin“ und der Sportvereine soll fortgeführt werden.

Neue freiwillige Leistungen schwierig

Die Verwaltung weist darauf hin, dass es sich dabei um sogenannte freiwillige Leistungen handele, die eigentlich aufgrund der schwierigen finanziellen Lage und dem daraus folgenden Haushaltssicherungskonzept zurückgefahren werden müssten. Erneute freiwillige Leistungen könnten nur noch in Betracht gezogen werden, wenn sie durch geringere Ausgaben für andere freiwillige Aufgaben ausgeglichen werden könnten.

Ausbildung zur Familienmanagerin

An der geplanten Ausbildung einer Mitarbeiterin zur Familienmanagerin will die Verwaltung festhalten. Bislang ist die Qualifizierung der Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum nicht erfolgt, weil nach der Anmeldung im Frühjahr 2014 die erforderliche Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht worden ist. Sollte dieser Zertifikatskurs erneut angeboten werden, könnte die Ausbildung 2016 begonnen und abgeschlossen werden.

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