Bürgermeister Jan Nesselrath liegt der Antrag zur Fairtrade-Stadt vor. Bei einem Kochabend des Weltladens ließ er Sympathie für die Idee des fairen Handels erkennen. Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. Meinerzhagen soll Fairtrade-Stadt werden. Das regt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an. Sie hat einen entsprechenden Antrag beim Bürgermeister eingereicht. Der Meinerzhagener Rat soll darüber am 8. Juni beraten.Dabei geht es um diese Punkte:

  1. Die Stadt Meinerzhagen bewirbt sich im Rahmen der internationalen Kampagne von Transfair um den Titel „Fairtrade Stadt“, – Stadt des fairen Handels – und versucht nach ihren Möglichkeiten, zu einem erfolgreichen Abschluss beizutragen.
  1. Insofern eine Bewirtung erfolgt, werden in öffentlichen Sitzungen des Rates und der Ausschüsse Fairtrade-Produkte gemäß dem Fairtrade-Stadt-Kriterium verwendet.
  1. Die Verwaltung wird beauftragt gemäß dem zweiten Fairtrade-Stadt-Kriterium eine Steuerungsgruppe zu installieren, die alle Meinerzhagener Aktivitäten hinsichtlich einer erfolgreichen Bewerbung koordiniert.

Wenn die fünf Fairtrade-Stadt-Kriterien erfüllt sind, reicht die Verwaltung die Bewerbung der Stadt Meinerzhagen als „Fairtrade-Stadt“ bei Transfair ein.

Kampf gegen Armut

In der Begründung verweisen die Grünen darauf, dass  es weltweit „massive Armutsproblematiken“ gibt, „die zu einem großen Teil auf ungerechte Handelspraktiken und unökologische Wirtschaftsweisen zurückzuführen sind.“

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten sollte die Stadt Meinerzhagen versuchen dem entgegen zu steuern. Fairtrade unterstütze den Nachhaltigkeitsgedanken, bringe einen Image-Gewinn für die Stadt und könne sich auch positiv auf den vorhandenen Einzelhandel auswirken.

Nachbarn schon zertifiziert

In Lüdenscheid hat der Rat erst im Herbst vorigen Jahres den Antrag gestellt Fairtrade-Stadt zu werden. Attendorn und Gummersbach als Nachbarkommunen Meinerzhagens sind bereits entsprechend zertifiziert. Die „Fairtrade-Town-Kampagne“ startete im Jahr 2000 in Großbritannien. Sie wird von dem gemeinnützigen Verein Transfair getragen, der selbst nicht mit Fairtrade-Produkten handelt, sondern entsprechende Siegel vergibt und diesbezügliche Öffentlichkeitsarbeit verrichtet.

Info unter: http://www.fairtrade-towns.de/nc/startseite/

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