Grillmeister Stefan Schick mit Britta Däumer, Klaus Salscheider und einem Vertreter und einem Vertreter des CVJM: Sie und weitere Teilnehmer der Tagung des synodalen Jugendausschusses testeten die die faire Kohle und waren zufrieden. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Der Evangelische Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg startet fair in die Grillsaison. Ab sofort können Interessenten über den Kirchenkreis Grillkohle beziehen. Es handelt sich um nachhaltige Kohle, die aus Kokosnusshalbschalen hergestellt wird. Der Kirchenkreis bezieht sie von einer Kooperative auf den Philippinen.

Praxistest bestanden

Den Praxistest hat das Brennmaterial aus Südostasien bei der Tagung des synodalen Jugendausschusses des Kirchenkreises in Herscheid bereits bestanden. Grillmeister Stefan Schick brutzelte Nürnberger Würstchen über der intensiven Glut und verteilte die leckere Spezialität an die Teilnehmer. Sowohl die Geschmacksprüfung als auch die Brennprobe fielen ausgesprochen positiv aus. „Die Glut hält lange an und verteilt sich gleichmäßig. Die Briketts besitzen gute Brenneigenschaften und weisen nur eine geringe Rauch- und Ascheentwicklung auf“, sagt Stefan Schick.

Die Grillkohle aus der philippinischen Region Davao in Südostasien erweitert das Sortiment im Handel mit fair produzierten Produkten, für den sich der Kirchenkreis in besonderer Weise einsetzt. „Sie ist ein weiteres Puzzle in unseren Bemühungen, Fair Trade voranzubringen“, sagte Jugendreferent Klaus Salscheider bei der Tagung des sydonalen Jugendausschusses.

Raubbau wertvoller Hölzer wird verringert

„Wir glauben, dass wir mit der fairen Kohle ein gutes Projekt gefunden haben“, berichtete Peter Bednarz, Referent im Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen. Ziel sei es, den Raubbau wertvoller Hölzer zu verringern. „Immerhin werden allein in Deutschland jährlich 360000 Tonnen Grillkohle jährlich verbrannt“, sagte er. Oftmals sei sie aus Tropenhölzern oder aus Material hergestellt, die bedeutsam für das Ökosystem seien. Dazu komme: Ein großer Teil der Holzkohle stamme aus Entwicklungs- oder Schwellenländern und werde vielfach unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Die faire Kohle biete konsumkritischen Verbrauchern eine gute Alternative.

Bessere CO2-Bilanz

Die Kokosnussschalen seien ein Abfallerzeugnis und ein nahezu CO2-neutrales Ausgangsprodukt. Der Handel mit fairer Kohle biete Kleinbauern eine zusätzliche Einnahmequelle beim Kokosnussanbau. Zudem komme die Kooperative in den Genuss einer Prämie, da sie alle Fair-Trade-Standards einhalte und ein soziales Projekt betreibe. „Unter dem Strich weisen die Briketts eine deutlich bessere CO2-Bilanz auf als herkömmliche Holzkohle“, sagte Peter Bednarz.

Klaus Salscheider, der spontan eine Palette bestellt hat, als er von Projekt „Faire Kohle“ gehört hatte, möchte mit der Aktion bewusst ein Signal für den gesamten Kirchenkreis setzen. Nachhaltigkeit und fairer Handel haben den Jugendreferenten überzeugt. „Diesen Gedanken wollen wir in den gesamten Kirchenkreis tragen.“ Zudem handele es sich um ein absolut konkurrenzfähiges Produkt. Das habe der Praxistest am Herscheider Martin-Luther-Haus bewiesen.

Verwendung bei Festen

Das Interesse an dem neuen Produkt von den Philippinen sei groß, bestätigt Stefan Schick. So haben die Eine-Welt-Läden aus Kierspe und Lüdenscheid die faire Kohle in ihren Regalen stehen. Gruppen des Kirchenkreises planen schon die Verwendung bei größeren Festen in der Region. Vertreter des CVJM signalisierten bei der Tagung: „Wir sind auf jeden Fall dabei.“

Wer Interesses an der fair gehandelten Grillkohle hat, kann sich an den Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg wenden.

Jugendreferent Klaus Salscheider nimmt Bestellungen unter jugendreferat@kl-salscheider.de oder unter Tel. 02351/5 67 78 09 entgegen.

Ein Sack (1,5 Kilogramm) kostet drei Euro. Der Karton (13,5 Kilogramm) wird zum Sonderpreis von 25 Euro abgegeben

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