In dieser Woche beginnt der Landesbetrieb Straßen NRW mit der Entfernung der vom Eschentriebsterben befallenen Bäume an der L 696/Ebbetalstraße zwischen Kückelheim und Himmelmert. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Ein großer Teil der Eschen an der Ebbetalstraße (L 696) zwischen Kückelheim und Himmelmert muss gefällt werden. Die Bäume sind vom sog. Eschentriebsterben befallen. Der Landesbetrieb Straßen NRW wird in dieser Woche mit den Baumfällungen beginnen. Dabei muss mit Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs gerechnet werden bis hin zu zeitweisen Sperrungen der Straße.

Expertenrunde an der Ebbetalstraße: (von links) Wolfgang Graeber, Matthias Hartwig (untere Landschaftsbehörde MK), Martin Krippendorf (Stadt Plettenberg), Ingo Fries (Straßenmeisterei Herscheid), Baumkontrolleur Sven Kottsieper, Dr. Frank Eilermann, Eberhard Zimmerschied und Michael Overmeyer (Straßen NRW). Foto: Bernhard Schlütter
Expertenrunde an der Ebbetalstraße: (von links) Wolfgang Graeber, Matthias Hartwig (untere Landschaftsbehörde MK), Martin Krippendorf (Stadt Plettenberg), Ingo Fries (Straßenmeisterei Herscheid), Baumkontrolleur Sven Kottsieper, Dr. Frank Eilermann, Eberhard Zimmerschied und Michael Overmeyer (Straßen NRW). Foto: Bernhard Schlütter

An der Ebbetalstraße hat sich eine Expertenrunde zusammengefunden, um die Notwendigkeit der Baumfällungen zu erklären. Dr. Frank Eilermann, der bei Straßen NRW für Grundsatzfragen der Grünpflege zuständig ist, erklärt: „Beim Eschentriebsterben handelt es sich um einen Pilzbefall der Bäume. Die Wasserzufuhr zu den Trieben wird abgeschnitten, der Baum stirbt von den Trieben her ab.“ Einmal befallen, gebe es keine Rettung mehr für den Baum.

Gefahr im Verzug

Das Eschentriebsterben hat etliche Bäume an der Ebbetalstraße befallen. Sie müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Foto: Bernhard Schlütter
Das Eschentriebsterben hat etliche Bäume an der Ebbetalstraße befallen. Sie müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Foto: Bernhard Schlütter

Wenn die Standsicherheit der Bäume nicht mehr gewährleistet ist, sei Gefahr im Verzug, betont Eberhard Zimmerschied, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr von Straßen NRW in Südwestfalen. „Kranke Bäume könnten Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger gefährden. Dann muss die Straße sofort gesperrt werden.“ Bevor es so weit kommt, handelt Straßen NRW an der Ebbetalstraße und wahrscheinlich in nächster Zeit auch an anderen Straßen. „Wir haben etwa 500 Bäume in unserem Bereich, die die Schädigungsstufen 4 oder 5 haben“, berichtet Ingo Fries von der Straßenmeisterei Herscheid. Ab Stufe 4 muss gehandelt werden.

Und wenn Straßen NRW mit schwerem Gerät anrückt, um die gefährdenden Bäume zu entfernen, werden mitunter auch scheinbar noch nicht kranke Exemplare mit entfernt. Wie oben erwähnt: Ein einmal vom Eschentriebsterben befallener Baum erholt sich nicht mehr. Den Zustand der Bäume beurteilt Sven Kottsieper. Er ist einer von drei Baumkontrolleuren, die im Zuständigkeitsbereich von Straßen NRW unterwegs sind.

Einige Eschen sind resistent

Einige Eschen sind allerdings resistent gegen den verursachenden Pilz, das „Falsche Weiße Stengelbecherchen“. Auch an der Ebbetalstraße sind einzelne Bäume völlig unbeschädigt und können stehen bleiben. So ist eine natürliche Verjüngung des Bewuchses am Straßenrand möglich.

Das Holz der gefällten Bäume wird von Straßen NRW übrigens weiterverwertet und als gehäckselte Biomasse energetisch genutzt oder kommt als Holzwerkstoff zum Einsatz, zum Beispiel für Spanplatten. Eine Nutzung als klassisches Brennholz oder als sog. „Stammholz lang“ erfolgt in geringerem Umfang.

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