Die Knochenmühle öffnet während des Deutschen Mühlentages am Pfingstmontag wieder ihre Pforten.

Meinerzhagen. Am Pfingstmontag, 9. Juni, öffnen wieder viele historische Mühlen in Deutschland ihre Pforten. Dabei ist die Knochenmühle im Meinerzhagen Ortsteil Mühlhofe. Besucher können die historische Stampfe in Aktion erleben. Dazu kommt ein buntes Programm mit Handwerk und Kunsthandwerk.

Brügger Bogenschützen dabei

Die Brügger Bogenschützen laden zum Mitmachen ein. Pastor Opale lässt seine Dampfmaschinen arbeiten, die Eheleute Pichelbauer treten als Seifensieder auf und stellen Seife her. Außerdem wird ein Stuhlflechter altes Handwerk vorführen. Das Ehepaar Nicolay verkauft afrikanischen Schmuck. Aus dem Erlös wird eine Schule in Kenia unterstützt.

Kräuterexpertin zum Thema Heilpflanzen

Die Kräuterexpertin Carola Wolf erläutert die Wirkung von Heilpflanzen auf Mensch und Tier. Im Hofladen von Heiko Fernholz werden regionale landwirtschaftliche Produkte angeboten. Seit Jahren gehören die Brüder Fernholz mit ihrem Räucherofen zum Programm. Sie bieten wieder Forellen an. Der Imkerstand der Eheleute Hirten und ein Stand mit Blechfiguren rund das Programm am Mühlentag ab.

Außerdem halten die Veranstalter ein reichhaltiges Angebot an kalten und warmen Getränken, Kaffee und Kuchen, Reibekuchen, Kartoffelsalat und mehr vor. Der Erlös der Veranstaltung soll für den Erhalt der Mühle verwendet werden.

Mühle ist eigentlich eine Stampfe

Die Knochenmühle entstand Ende des 19.Jahrhunderts, ist aber eigentlich keine Mühle, sondern eine Stampfe. Die dort erzeugten Knochenpartikel waren zwar noch verhältnismäßig grob, aber schon als Dünger verwendbar. Sollten sie noch kleiner werden, gab man sie anschließend in eine mit Steinen gefüllte Trommel. Sie zerkleinerte die Knochen weiter.

Die Anlage wurde durch ein Wasserrad angetrieben. Es wurde über einen Abzweig, circa 500 Meter bachaufwärts versorgt. Dort wurde ein Teich gebaut. Von hier aus kann die Steuerung des Rades über ein Wehr geregelt werden.

Restauriert und funktionsfähig

Die Knochenmühle in Mühlhofe besitzt Seltenheitswert. Sie ist das letzte in Westfalen erhaltene technische Kulturdenkmal ihrer Art. Die Mühlenanlage – restauriert und funktionsfähig – wurde etwa 1837 mit ihrem Stampfwerk für tierische Knochen erbaut. Bis 1939 wurde dort Knochenmehl als organischer Dünger für die Landwirtschaft hergestellt.
Die Knochenmühle kann nach Voranmeldung und zu bestimmten offiziellen Anlässen besichtigt werden.
Zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals am Pfingstmontag und am 2. Sonntag im September eines jeden Jahres.

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