Enervie-Vorstand Erik Höhne, Bürgermeister Dieter Dzewas und Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Struwe griffen am Donnerstag für den offiziellen ersten Spatenstich zum Arbeitsgerät.

Lüdenscheid. Die Stadtwerke Lüdenscheid investieren rund zwei Millionen Euro in den Bau eines neuen Hochbehälters. Er wird „an der Höh“ errichtet. Die Anlage ersetzt zwei ältere Behälter zur Speicherung und zum Transport hochwertigen Trinkwassers. Das Fassungsvermögen beträgt 2000 Kubikmeter (zwei Millionen Liter).

„Die Sanierung der zwei alten Behälter lohnte sich nicht. Sie stammen aus den Jahren 1906 und 1954“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Struwe am Donnerstag, 26. März, beim offiziellen ersten Spatenstich. Struwe, Erik Höhne (Technischer Vorstand des Mutterkonzerns ENERVIE) und Bürgermeister Dieter Dzewas griffen gemeinsam zur Schaufel, um den Starschuss für das Bauwerk zu geben.

Anlage geht Ende 2016 in Betrieb

Das Portal des alten Hochbehälters "an der Höh".
Das Portal des alten Hochbehälters „an der Höh“.

Der neue Hochbehälter soll Ende 2016 in Betrieb gehen. Er wird im Auftrag der Stadtwerke Lüdenscheid errichtet. Das Projekt wird von ENERVIE Vernetzt und dem Netzservice der ENERVBIE-Gruppe koordiniert.

Erik Höhne betonte, dass der Abriss der alten Behälter mit einem Speichervolumen von 1000 bzw. 3000 Kubikmeter und der Neubau eines modernen, den heutigen Planungsrichtlinien entsprechenden Hochbehälters kostengünstiger sei als eine Sanierung. Das habe eine Wirtschaftlichkeitsberechnung ergeben.

Verteil-Systeme und Speichervorhaltung werden angepasst

Die demografische Entwicklung, ein abnehmender Pro-Kopf-Verbrauch sowie ein Rückgang des Wasserverbrauchs in der Industrie sorgen dafür, dass die Stadtwerke Lüdenscheid ihre Wasser-Verteilsysteme und ihre Speichervorhaltung an den zukünftigen Bedarf anpassen müssen. Dazu gehört auch eine Analyse und Neudimensionierung der Trinkwasserbehälter im Stadtgebiet.

Bauwerk verschwindet in der Erde

Vom neuen Hochbehälter selbst wird nach der Fertigstellung nicht mehr viel zu sehen sein: Das Bauwerk mit einem runden Grundfläche (Durchmesser etwa 28 Meter, Höhe fünf Meter und dem vorgelagerten Schieberhaus) wird größtenteils in die Erde eingelassen. So wie der inzwischen abgerissene Behälter wird auch der neue Wassertank mit Erdreich überdeckt. Nach der Fertigstellung sind nur noch die Zuwegung, der Eingangsbereich, ein Erdhügel und die Zaunanlage sichtbar.

Daten und Fakten:

Die Stadtwerke Lüdenscheid bereiten das Rohwasser in den Wasserwerken Treckinghausen und Jubach auf.

Sie unterhalten sechs Hochbehälter mit einer Gesamtspeicherkapazität von 17 000 Kubikmeter.

Das Trinkwasser wird über fünf Pumpstationen sowie entsprechend der Topologie eingesetzten Druckminder-Stationen von 480 Meter NN (Hochbehälter an der Höh) bis auf 250 Meter NN verteilt.

Das Leitungsnetz ist insgesamt 330 Kilometer lang.

Dazu kommen 120 Kilometer Hausanschlussleitungen und etwa 15 000 Wasserhausanschlüsse.

 

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